KAPITEL 7
Ein globales Europa für Frieden, Partnerschaften und wirtschaftliche Stabilität
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Die Welt hat sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, des Konflikts im Gazastreifen, des aggressiveren und unfairen wirtschaftlichen Wettbewerbs durch China, der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und der Zunahme politischer Polarisierung hat sich die Europäische Union dafür eingesetzt, eine auf Regeln basierende internationale Ordnung zu verteidigen und zu fördern, wirksame Handelspartnerschaften aufzubauen und die Rolle internationaler Institutionen zu stärken. Die EU setzt sich weiterhin nachdrücklich für einen wirksamen Multilateralismus ein, in dessen Mittelpunkt die Vereinten Nationen stehen und der von anderen internationalen Institutionen wie der Welthandelsorganisation unterstützt wird. Die EU ist nach wie vor der größte Geber von Entwicklungshilfe und gehört zu den weltweit führenden Gebern humanitärer Hilfe.
Die Erweiterung ist eine strategische Investition in den langfristigen Frieden, die Stabilität und den Wohlstand in Europa und trägt entscheidend dazu bei, den Einfluss der EU auf der Weltbühne zu stärken. Die EU bewertet regelmäßig die Fortschritte aller Erweiterungsländer, unter anderem im Rahmen des jährlichen Erweiterungspakets - neue Registerkarte öffnen. Die schrittweise Integration der beitrittswilligen Länder in bestimmte Bereiche der EU-Politik, darunter in Teile des Binnenmarkts, stärkt die Beziehungen dieser Länder zur EU bereits vor ihrem Beitritt.
Die Europäische Kommission unterstützt insbesondere die Bemühungen der Erweiterungsländer, dem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum - neue Registerkarte öffnen und dem Gebiet des „Roaming zu Inlandspreisen“ - neue Registerkarte öffnen beizutreten. Der Wachstumsplan für Moldau - neue Registerkarte öffnen, der Wachstumsplan für den Westbalkan - neue Registerkarte öffnen und die Ukraine-Fazilität - neue Registerkarte öffnen erleichtern diesen Prozess und treiben die Investitionen und Reformen voran, die erforderlich sind, um die Beitrittsländer auf ihren Beitritt zur EU vorzubereiten.
EU-Unterstützung für Erweiterungsländer im Jahr 2025
- 184 Mio. EUR wurden im Rahmen der Reform- und Wachstumsfazilität für den Westbalkan - neue Registerkarte öffnen ausgezahlt.
- Im Rahmen der Initiative WiFi4WB - neue Registerkarte öffnen (Wi-Fi for Western Balkans) hat die EU bis Ende des Jahres 2025 kostenlose Wi-Fi-Hotspots in ungefähr 500 Gemeinden im gesamten Westbalkan eingerichtet.
- Im Juni wurden die letzten EU-Mittel der 60 Mio. EUR aus der Western Balkans Guarantee 4 SME Resilience - neue Registerkarte öffnen (Westbalkan-Garantie für KMU-Resilienz) gebunden und damit insgesamt 886 Mio. EUR an Finanzmitteln zur Unterstützung des nachhaltigen Wachstums kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region mobilisiert.
- 288,9 Mio. EUR wurden im Rahmen der neuen Reform- und Wachstumsfazilität für Moldau - neue Registerkarte öffnen ausgezahlt.
- Auf der Investitionskonferenz EU-Montenegro - neue Registerkarte öffnen wurden 14 neue Partnerschaftsprojekte zwischen montenegrinischen und EU-Unternehmen auf den Weg gebracht.
- Im Rahmen der auf zwei Jahre angelegten Umfassenden Strategie für die Energieunabhängigkeit und -resilienz Moldaus - neue Registerkarte öffnen wurde ein Gesamtpaket von 250 Mio. EUR vereinbart, um die Energieabhängigkeit Moldaus von Russland zu verringern, die Resilienz Moldaus zu erhöhen und seine Integration in den EU-Energiemarkt zu unterstützen.
- Durch die Ausweitung des Netzes europäischer digitaler Innovationszentren - neue Registerkarte öffnen auf Albanien, Kosovo (diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244/1999 des VN-Sicherheitsrates und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos), Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, die Türkei und die Ukraine wird der digitale Wandel in der Region gestärkt.
- Das erste regionale Investitionsforum EU-Westbalkan - neue Registerkarte öffnen fand in Albanien statt.
- Mit der Ukraine-Fazilität wurden weiterhin die Erholung, der Wiederaufbau und der Weg der Ukraine in Richtung EU-Beitritt unterstützt (siehe Kapitel 1).
Maßnahmen 2025 zur Verbesserung der Handelsbeziehungen mit Kandidatenländern
- Abkommen über modernisierte Handelsbeziehungen mit Moldau - neue Registerkarte öffnen und der Ukraine - neue Registerkarte öffnen.
- Dialoge auf hoher Ebene zwischen der Türkei und der EU - neue Registerkarte öffnen über Handel, Wirtschaft, Migration und Sicherheit.
- Abschluss der Überarbeitung der Handelsregelungen mit Moldau und der Ukraine im Rahmen ihres EU-Beitrittsprozesses.
Östliche Partnerschaft und Schwarzmeerraum
Im Rahmen der Östlichen Partnerschaft - neue Registerkarte öffnen arbeiten die EU, Armenien - neue Registerkarte öffnen, Aserbaidschan - neue Registerkarte öffnen, Belarus - neue Registerkarte öffnen, Georgien - neue Registerkarte öffnen, Moldau - neue Registerkarte öffnen und die Ukraine - neue Registerkarte öffnen zusammen, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen und gemeinsame Ziele zu verfolgen. Belarus setzte seine Teilnahme im Jahr 2021 aus, nachdem sich die allgemeine Lage im Land in Bezug auf Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Vorfeld der Wahlen von August 2020 sowie während und nach deren Durchführung drastisch verschlechtert hatte. Die Zusammenarbeit mit wichtigen nichtstaatlichen Akteuren in Belarus, einschließlich zivilgesellschaftlicher Organisationen und der demokratischen Kräfte für ein demokratisches Belarus, wird fortgesetzt. Die regionale Zusammenarbeit im Rahmen der Östlichen Partnerschaft trägt auch zur Umsetzung des im Mai 2025 angenommenen strategischen Ansatzes der EU für den Schwarzmeerraum - neue Registerkarte öffnen bei. Vor dem Hintergrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine wird die Strategie auch die geopolitische Rolle der EU als verlässlicher Akteur im Schwarzmeerraum stärken.
Die drei Säulen der künftigen Zusammenarbeit zwischen der EU und dem Schwarzmeerraum
- Verbesserung von Sicherheit, Stabilität und Resilienz.
- Stärkung von nachhaltigem Wachstum und Wohlstand.
- Förderung des Umweltschutzes, der Klimaresilienz und -vorsorge sowie des Katastrophenschutzes.
Im Oktober wurde eine Agenda für regionenübergreifende Konnektivität - neue Registerkarte öffnen auf den Weg gebracht, um strategische Investitionen zur Stärkung der Handels-, Verkehrs-, Energie- und digitalen Verbindungen zwischen Europa und Zentralasien über die Türkei, das Schwarze Meer und die Länder des Südkaukasus zu koordinieren. Die Agenda spiegelt die strategischen Bemühungen der EU wider, Partnerschaften zu schmieden und die regionenübergreifende Zusammenarbeit voranzubringen.
Naher Osten und Nordafrika
Ein prosperierender, vernetzter, resilienter und sicherer Mittelmeerraum liegt im strategischen Interesse der EU, die bestrebt ist, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, ihre Sicherheit zu erhöhen und die Migration zu steuern. Der von den Mitgliedstaaten und den Partnern im südlichen Mittelmeerraum ins Leben gerufene Pakt für den Mittelmeerraum - neue Registerkarte öffnen unterstreicht das Bestreben der EU, enger mit den Ländern in der gesamten Region zusammenzuarbeiten, um Investitionen anzuregen und einen Mehrwert für die Menschen und die Wirtschaft an allen Küsten des Mittelmeers zu schaffen. Der Pakt umfasst Leitinitiativen im Rahmen seiner drei Säulen „Menschen, Wirtschaft und Sicherheit“.
Strategische und umfassende Partnerschaften
Das erste Gipfeltreffen zwischen der EU und Ägypten - neue Registerkarte öffnen, das parallel zu einer hochrangigen Veranstaltung der EU und Ägyptens - neue Registerkarte öffnen stattfand, bot eine entscheidende Gelegenheit, gemeinsame Ambitionen in konkrete Ergebnisse umzusetzen und dabei auf der strategischen und umfassenden Partnerschaft zwischen der EU und Ägypten - neue Registerkarte öffnen aufzubauen.
Der Rat hat das EU-Mandat zur Aufnahme von Verhandlungen mit jedem der sechs Länder des Golf-Kooperationsrats - neue Registerkarte öffnen – Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten – mit dem Ziel des Abschlusses bilateraler strategischer Partnerschaftsabkommen angenommen.
Die EU und Jordanien haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, mit der eine neue strategische und umfassende Partnerschaft - neue Registerkarte öffnen ins Leben gerufen wird, um gemeinsame Herausforderungen besser zu bewältigen und gemeinsame Werte wie Frieden, Demokratie und Menschenrechte zu fördern. Außerdem wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, mit der die Umsetzung einer Makrofinanzhilfe in Höhe von 500 Mio. EUR - neue Registerkarte öffnen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Stabilität, des Wachstums, der langfristigen Resilienz und der Reformen Jordaniens eingeleitet wurde.
Jordanien hat auch der Verlängerung des Abkommens über die Partnerschaft für Forschung und Innovation im Mittelmeerraum - neue Registerkarte öffnen zugestimmt, das darauf abzielt, Forschungs- und Innovationskapazitäten aufzubauen und Wissen und Lösungen für Wassermanagement, Anbausysteme und die Wertschöpfungskette im Lebensmittelbereich im Mittelmeerraum zu entwickeln. Jordanien wird zwischen 2025 und 2027 4,5 Mio. EUR zu der Partnerschaft beitragen.
Die EU wird weiterhin die regelbasierte Weltordnung verteidigen und fördern und sich für eine gestärkte Rolle der internationalen Institutionen einsetzen. Damit will sie sicherstellen, dass ihre Werte gewahrt bleiben und Europa in einer immer konfliktreicheren und instabilen Welt eine starke Position einnimmt.
Im Vorfeld der 80. VN-Generalversammlung bekräftigte die EU ihr Bekenntnis - neue Registerkarte öffnen zum Multilateralismus auf der Grundlage des Völkerrechts, einschließlich der VN-Charta, und erkannte den grundlegenden Zusammenhang zwischen Frieden und Sicherheit, Menschenrechten und nachhaltiger Entwicklung an. Die EU wird auch weiterhin ein berechenbarer, verlässlicher und glaubwürdiger Partner sein, der sich dafür einsetzt, für gemeinsame Herausforderungen globale Lösungen zu finden, unter anderem durch die Umsetzung des Pakts für die Zukunft - neue Registerkarte öffnen. Sie ist ferner entschlossen, die Anstrengungen zur Verwirklichung der Agenda 2030 und der Ziele für nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen und den laufenden Reformprozess der Vereinten Nationen zu unterstützen.
Wirtschaftliche Sicherheit
Eine neue Außenwirtschaftspolitik, die sich auf wirtschaftliche Sicherheit, Handel und Investitionen in Partnerschaften konzentriert, ist für den Wohlstand Europas von zentraler Bedeutung. Offener Handel kann Unternehmen wachsen lassen und Arbeitsplätze schaffen, aber zwischen inländischen und ausländischen Herstellern müssen fairer Wettbewerb und gleiche Wettbewerbsbedingungen gewährleistet sein. Handelspolitische Schutzinstrumente schützen weiterhin Arbeitsplätze in der EU, indem sie ein faires Geschäftsumfeld für EU-Unternehmen fördern.
Um zu verhindern, dass sich Investitionen in Drittstaaten negativ auf die wirtschaftliche Sicherheit der EU auswirken, hat die Kommission die Mitgliedstaaten aufgefordert, solche Investitionen in Drittländern durch Unternehmen in ihrem Hoheitsgebiet in Bezug auf drei Bereiche von strategischer Bedeutung für die EU zu überprüfen - neue Registerkarte öffnen: Halbleiter, künstliche Intelligenz und Quantentechnologien. Dies wird Aufschluss darüber geben, ob weitere Maßnahmen in diesem Bereich erforderlich sind. Darüber hinaus wurden die interinstitutionellen Verhandlungen - neue Registerkarte öffnen über die Verbesserung des EU-Rahmens für die Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen im Dezember abgeschlossen, um die Überprüfung von Investitionen zu einem stärkeren und kohärenteren strategischen Instrument zu machen.
Der im März veröffentlichte EU-Aktionsplan für Stahl und Metalle - neue Registerkarte öffnen zielt darauf ab, zur Wettbewerbsfähigkeit des Sektors beizutragen und die Zukunft der Industrie zu sichern.
Im Dezember verabschiedete die Kommission ein Paket zur wirtschaftlichen Sicherheit - neue Registerkarte öffnen, bestehend aus einer Mitteilung zur Stärkung der wirtschaftlichen Sicherheit der EU - neue Registerkarte öffnen und dem Aktionsplan RESourceEU - neue Registerkarte öffnen.
Die EU ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und verfügt über den größten Handelssektor weltweit.
Wichtige Entwicklungen im Bereich Handel und internationale Zusammenarbeit im Jahr 2025

Gemeinsame Erklärung - neue Registerkarte öffnen mit den Vereinigten Staaten zu einem Rahmenabkommen über gegenseitigen, fairen und ausgewogenen Handel.
Die EU arbeitet kontinuierlich mit den Vereinigten Staaten zusammen, um die Zölle zu senken und so die Stabilität und Berechenbarkeit der Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen der EU und den USA wiederherzustellen, was Unternehmen, Arbeitskräften sowie Bürgerinnen und Bürgern auf beiden Seiten des Atlantiks zugutekommt.
Zwei Vorschläge für wegweisende Abkommen mit Lateinamerika, das Partnerschaftsabkommen EU-Mercosur - neue Registerkarte öffnen und das modernisierte Globalabkommen EU-Mexiko - neue Registerkarte öffnen, die einen wesentlichen Bestandteil der Strategie der EU zur Diversifizierung ihrer Handelsbeziehungen bilden.
Diese Abkommen werden Exportmöglichkeiten in Milliardenhöhe für EU-Unternehmen aller Größenordnungen schaffen, zum Wirtschaftswachstum und zur Wettbewerbsfähigkeit sowie zur Erhaltung Hunderttausender Arbeitsplätze in Europa beitragen und die Interessen und Werte der EU in der Region fördern.
Inkrafttreten des Interimshandelsabkommens EU-Chile - neue Registerkarte öffnen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf beiden Seiten.
Die Arbeit zur Erreichung dieses Ziels wird zusätzlich durch laufende Global-Gateway-Initiativen wie die Entwicklung von Wertschöpfungsketten für kritische Rohstoffe für Lithium und Kupfer und die Produktion von grünem Wasserstoff in Chile flankiert.

Einrichtung einer strategischen Partnerschaft - neue Registerkarte öffnen mit den fünf zentralasiatischen Ländern Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan.
Zur Setzung eines ersten neuen Impulses in den Beziehungen wird mit einem Global-Gateway-Investitionspaket in Höhe von 12 Mrd. EUR die Zusammenarbeit zwischen der EU und diesen Partnern in den Bereichen Klima, Energie und kritische Rohstoffe unterstützt werden.

Ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich - neue Registerkarte öffnen mit Vereinbarungen in mehreren Bereichen, darunter der gegenseitige Zugang für Fischer bis 2038 - neue Registerkarte öffnen und eine Partnerschaft im Bereich Sicherheit und Verteidigung - neue Registerkarte öffnen. Letzteres wird es dem Vereinigten Königreich ermöglichen, sich an gemeinsamen Beschaffungsmaßnahmen zu beteiligen.

Gemeinsame Erklärung - neue Registerkarte öffnen mit der Schweiz zur Stärkung der Zusammenarbeit in den Schlüsselbereichen Forschung, Landverkehr und Gesundheit.

Bekräftigung des gemeinsamen Engagements mit Japan - neue Registerkarte öffnen zur Stärkung der Zusammenarbeit in den Bereichen Handel und wirtschaftliche Sicherheit, Gründung einer Allianz für Wettbewerbsfähigkeit - neue Registerkarte öffnen und Ausbau des hochrangigen Wirtschaftsdialogs.

Eröffnung von Verhandlungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Freihandelsabkommen - neue Registerkarte öffnen, das die Möglichkeit eines ersten umfassenden Handelsabkommens der EU in der Golfregion eröffnet.

Wiederaufnahme der Verhandlungen - neue Registerkarte öffnen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Malaysia.

Abschluss der Verhandlungen über das Umfassende Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und Indonesien - neue Registerkarte öffnen.
Unterzeichnung eines wegweisenden Abkommens über den digitalen Handel (DTA) mit Singapur - neue Registerkarte öffnen, Abschluss der Verhandlungen über ein DTA mit Südkorea - neue Registerkarte öffnen und Beginn der Ausarbeitung eines DTA mit Kanada - neue Registerkarte öffnen.
Diese Abkommen stehen im Einklang mit der neuen internationalen Digitalstrategie - neue Registerkarte öffnen der EU, in der die Absicht der EU angekündigt wird, ein Netz für digitale Partnerschaften einzurichten und das Netz der Abkommen über den digitalen Handel auszubauen. Die Strategie sieht auch die Entwicklung eines Angebots der EU für Technologieunternehmen vor, indem Investitionen des privaten und öffentlichen Sektors in der EU gebündelt werden, um den digitalen Wandel in den Partnerländern zu unterstützen. Außerdem soll die globale digitale Governance im Einklang mit den Grundwerten der EU gestärkt werden.

Maßnahmen 2025 zur Gewährleistung eines fairen Handels
- Senkung - neue Registerkarte öffnen des Liberalisierungssatzes von 1 % auf 0,1 %, um die Menge an Stahl zu begrenzen, die zollfrei in die EU eingeführt werden kann.
- Vorschlag - neue Registerkarte öffnen für eine Handelsmaßnahme zur Bewältigung der negativen handelsbezogenen Auswirkungen der weltweiten Überkapazitäten im Stahlsektor auf den EU-Markt.
- Aktivierung eines Zollüberwachungssystems - neue Registerkarte öffnen zur Überwachung der Ein- und Ausfuhr von Metallabfällen und -schrott in die und aus der EU, um einen ausreichenden Zugang zu Schrott für die Metallindustrie der EU sicherzustellen.
- Beginn der Überwachung - neue Registerkarte öffnen der Einfuhren von Industriechemikalien, die den EU-Markt in einem hohen Tempo überschwemmen und der EU-Industrie Schaden zufügen oder zuzufügen drohen, sodass die EU gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen kann.
- Einrichtung einer Taskforce zur Einfuhrüberwachung - neue Registerkarte öffnen als Grundlage für Entscheidungen und Maßnahmen zum Schutz des Binnenmarkts.
- Einführung von Zöllen - neue Registerkarte öffnen auf die Einfuhren von Kraftfahrzeugrädern aus Aluminium mit Ursprung in Marokko, die als unfair subventioniert eingestuft wurden, u. a. über die chinesische Initiative „Neue Seidenstraße“, und als solche dem Wirtschaftszweig in der EU schadeten.
- Einführung von Maßnahmen - neue Registerkarte öffnen im Rahmen des Internationalen Beschaffungsinstruments (aufgrund der anhaltenden Diskriminierung von Medizinprodukten aus der EU auf dem chinesischen Markt für öffentliche Beschaffungen), um Bieter aus China von der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen der EU für Medizinprodukte mit einem geschätzten Wert von mehr als 5 Mio. EUR auszuschließen, und Begrenzung des Anteils von Medizinprodukten aus China auf höchstens 50 % des Wertes der entsprechenden Aufträge.
- Maßnahmen - neue Registerkarte öffnen zur Verhinderung des Dumpings im Bereich mobiler Zugangstechnik aus China, das den Herstellern in Europa, wo der Jahresumsatz in diesem Bereich 1 Mrd. EUR beträgt, erheblichen Schaden zufügt.
- Einleitung eines Schiedsverfahrens - neue Registerkarte öffnen gegen die Handels- und Investitionsbeschränkungen Algeriens, die gegen das Assoziierungsabkommen EU-Algerien verstoßen.
- Erfolgreiche Beilegung eines Streits mit China vor der Welthandelsorganisation bezüglich einstweiliger Verfügungen chinesischer Gerichte im Zusammenhang mit standardessenziellen Patenten, beispielsweise 5G für Mobiltelefone.
Internationale Partnerschaften
Internationale Partnerschaften sind ein grundlegendes Element der Außenpolitik der EU. Die Global-Gateway-Strategie - neue Registerkarte öffnen, die sich auf Finanzinstrumente wie das Instrument für Nachbarschaft, Entwicklungszusammenarbeit und internationale Zusammenarbeit – Europa in der Welt - neue Registerkarte öffnen stützt, stellt den Beitrag der EU zur Verringerung der globalen Investitionslücke dar, wobei sie in vollem Einklang mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und ihren Zielen für nachhaltige Entwicklung sowie mit dem Übereinkommen von Paris - neue Registerkarte öffnen steht. Sie hat sich zu einer bewährten Strategie entwickelt, um weltweit Investitionen zu mobilisieren, gute Arbeitsplätze im lokalen Umfeld zu schaffen und weltweit Mehrwert zu generieren, während gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit der EU gestärkt werden. Bislang wurden im Rahmen von Global Gateway öffentliche und private Investitionen in Höhe von 306 Mrd. EUR mobilisiert, womit das ursprüngliche Ziel von 300 Mrd. EUR bis 2027 übertroffen wurde.
Die im Oktober ins Leben gerufene Global-Gateway-Investitionsplattform - neue Registerkarte öffnen wird diese Bemühungen erheblich unterstützen, indem sie Investitionsprojekte von EU-Unternehmen in allen Partnerländern fördert. Um die Rolle der EU als globaler Akteur zu festigen und zu stärken, hat die Kommission vorgeschlagen, die Wirksamkeit der Garantie für Außenmaßnahmen durch Bürokratieabbau und Vereinfachungsmaßnahmen zu erhöhen - neue Registerkarte öffnen. Die Garantie für Außenmaßnahmen ist ein wichtiges Finanzierungsinstrument im Rahmen der Global-Gateway-Strategie und bietet erschwinglichere Darlehen zur Mobilisierung von Investitionen und zum Aufbau von Handelsbeziehungen mit Partnerländern weltweit.
Förderung von Diplomatie und Partnerschaften auf hoher Ebene zwischen der EU und Afrika
Im Jahr 2025 feierten die EU und die Afrikanische Union das 25-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft - neue Registerkarte öffnen mit dem siebten Gipfeltreffen zwischen der EU und der Afrikanischen Union - neue Registerkarte öffnen. Über Global Gateway hat die EU bereits 120 Mrd. EUR für Projekte in ganz Afrika mobilisiert. Auf dem G20-Gipfel in Südafrika wurden auf der abschließenden Geberkonferenz der Kampagne „Scaling up Renewables in Africa - neue Registerkarte öffnen“ (Ausbau erneuerbarer Energien in Afrika) 15,5 Mrd. EUR für umweltfreundliche Energie und den Zugang zu Elektrizität auf dem gesamten Kontinent mobilisiert. Mit den von der EU und den Mitgliedstaaten im Rahmen des Konzepts „Team Europa - neue Registerkarte öffnen“ bereitgestellten Mitteln werden die Bemühungen der EU um umweltfreundliche Energie in Afrika ausgeweitet. Im Rahmen der Kampagne wurde auch eine Zusammenarbeit mit „Mission 300“ - neue Registerkarte öffnen vereinbart, einer Initiative der Weltbankgruppe, deren Ziel es ist, bis 2030 300 Millionen Menschen in Afrika mit Strom zu versorgen. Dadurch wird dazu beigetragen, Häuser, Schulen und Krankenhäuser auf dem gesamten Kontinent zu versorgen und Tausende grüner Arbeitsplätze zu schaffen, von Côte d’Ivoire und Lesotho bis Somalia und Madagaskar.


Internationale Gipfeltreffen
Die EU nahm 2025 an mehreren Gipfeltreffen mit Partnerländern teil. Auf dem G7-Gipfel - PDF-Datei, neue Registerkarte öffnen im Juni in Kanada erörterten die Staats- und Regierungschefs, wie die Unterstützung für die Ukraine verstärkt werden kann, und bekräftigten ihr Engagement für Frieden und Stabilität im Nahen Osten. Weitere wichtige Themen, die auf dem Gipfel erörtert wurden, waren die Stärkung der wirtschaftlichen Koordinierung, die sichere Versorgung mit kritischen Mineralien, neue Technologien (künstliche Intelligenz und Quantentechnologie), die Energiewende und Möglichkeiten zur besseren Verhütung und Eindämmung von Waldbränden.
Der G20-Gipfel - neue Registerkarte öffnen in Johannesburg (Südafrika) markierte das erste Gipfeltreffen auf dem afrikanischen Kontinent und schloss den ersten Zyklus der G20-Vorsitze ab. Im Mittelpunkt des Gipfels standen wichtige Prioritäten für Europa und Afrika wie die Energiewende, kritische Mineralien und Schuldentragfähigkeit. Weitere wichtige Themen, die erörtert wurden, waren globale Ungleichgewichte, Klimaschutz, Katastrophenresilienz und künstliche Intelligenz.
Forschung und Innovation
Die Zusammenarbeit mit Indien im Bereich Forschung und Innovation hat 2025 an Dynamik gewonnen, insbesondere im Rahmen des Handels- und Technologierates EU-Indien - PDF-Datei, neue Registerkarte öffnen. Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Grüne und saubere Energietechnologien“ des Handels- und Technologierates wurde eine gemeinsame Forschungsinitiative mit Indien zu den Themen Meeresverschmutzung durch Kunststoffe, Lösungen zur Umwandlung von Abfall in erneuerbaren Wasserstoff - neue Registerkarte öffnen und Recycling von Batterien für Elektrofahrzeuge mit einer gemeinsamen Investition von rund 60 Mio. EUR ins Leben gerufen.
„Horizont Europa“ - neue Registerkarte öffnen ist das wichtigste Finanzierungsprogramm der EU für Forschung und Innovation und bietet eine Plattform für die Zusammenarbeit mit den besten Forschungsgemeinschaften weltweit. Im Jahr 2025 traten Ägypten - neue Registerkarte öffnen, die Schweiz - neue Registerkarte öffnen und Südkorea - neue Registerkarte öffnen dem Programm bei, wodurch sich die Gesamtzahl der assoziierten Länder auf 22 erhöhte.

Förderung von Frieden und Sicherheit
Beim ersten politischen Dialog auf hoher Ebene zwischen der EU und Palästina - neue Registerkarte öffnen (diese Bezeichnung ist nicht als Anerkennung eines Staates Palästina auszulegen und lässt die Standpunkte der einzelnen Mitgliedstaaten zu dieser Frage unberührt) hat die Kommission ein mehrjähriges umfassendes Unterstützungsprogramm - neue Registerkarte öffnen zur Förderung der Erholung und Resilienz Palästinas vorgeschlagen. Die Kommission berief außerdem die erste Sitzung der Gebergruppe für Palästina - neue Registerkarte öffnen in Brüssel (Belgien) ein, bei der globale Partner zusammenkamen, um die Umsetzung palästinensischer Reformen zu unterstützen, zur Stärkung der Regierungsführung beizutragen, die wirtschaftliche Resilienz zu verbessern und den Wiederaufbau im Gazastreifen voranzutreiben. Mehrere Mitgliedstaaten haben insgesamt 88 Mio. EUR zugesagt, die über den palästinensisch-europäischen Mechanismus zur Verwaltung der sozioökonomischen Unterstützung (Palestinian-European Socio-Economic Management and Assistance Mechanism, Pegase) sicher an die Palästinensische Behörde ausgezahlt werden sollen.
Um den Frieden im Nahen Osten zu fördern, schlug die Kommission vor, bestimmte handelsbezogene Bestimmungen - neue Registerkarte öffnen des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel auszusetzen und zusätzliche Sanktionen gegen die Hamas, extremistische Minister und gewalttätige Siedler zu verhängen. Die Kommission setzte auch ihre bilaterale Unterstützung für Israel mit Ausnahme der Unterstützung für die Zivilgesellschaft und die internationale Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem aus.
Die EU ist nach wie vor der größte internationale Geber humanitärer Hilfe für die palästinensische Bevölkerung und hat 2025 humanitäre Soforthilfe in Höhe von insgesamt 220 Mio. EUR für den Gazastreifen und das Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem, zugewiesen und ausgezahlt.

Die EU bekräftigte im Laufe des Jahres ihre Entschlossenheit, die syrische Bevölkerung zu unterstützen und den Übergang und die Erholung Syriens zu fördern. Auf der neunten Brüsseler Konferenz „An der Seite Syriens: die Grundlagen für einen erfolgreichen Übergang schaffen - neue Registerkarte öffnen“ kündigte die EU Mittelbindungen in Höhe von fast 2,5 Mrd. EUR für die Jahre 2025 und 2026 an, um den Übergangsprozess und die sozioökonomische Erholung Syriens zu unterstützen. Die Kommission hob auch die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien auf - neue Registerkarte öffnen, mit Ausnahme derjenigen, die aus Sicherheitsgründen verhängt wurden, und 2025 fand erstmals der jährliche Tag des Dialogs - neue Registerkarte öffnen in Syrien statt. Schließlich beschloss die Kommission nach der Wiedereinführung von VN-Sanktionen gegen Iran, eine Reihe von Sanktionen im Zusammenhang mit den Aktivitäten des Landes zur Verbreitung von Kernwaffen wieder in Kraft zu setzen.
Humanitäre Hilfe
Bei Naturkatastrophen größeren Ausmaßes oder Konflikten geraten Millionen von Menschen in Gefahr. Humanitäre Hilfe ist dann lebenswichtig und bietet Nahrung, Unterkunft und medizinische Versorgung.
Die EU steht zusammen mit ihren Mitgliedstaaten bei diesen Hilfsmaßnahmen an vorderster Front und war 2025 der weltweit größte Geber humanitärer Hilfe. Sie leistet bedarfsorientierte lebensrettende Hilfe, gewährleistet den Schutz der humanitären Helfer, wahrt die internationalen humanitären Grundsätze, sorgt für den Schutz der Zivilbevölkerung und setzt sich für das humanitäre Völkerrecht ein – all dies sind wesentliche Bestandteile der humanitären Diplomatie. Im Jahr 2025 stellte die EU 2,56 Mrd. EUR für humanitäre Hilfe und Schutzmaßnahmen bereit.
Die EU leistete humanitäre Hilfe für ihre unmittelbare Nachbarschaft, wobei der Schwerpunkt auf Armenien, Moldau, der Türkei und der Ukraine lag. Neben Palästina konzentrierte sich die humanitäre Hilfe der EU im Nahen Osten und in Nordafrika auf Syrien und die Bedürfnisse syrischer Flüchtlinge in der Region.
Die EU ist ein globaler Akteur im Bereich der humanitären Hilfe. Der Krieg in Sudan - neue Registerkarte öffnen und seine Ausweitung auf Nachbarländer, die komplexe und instabile Lage in der Region des Horns von Afrika sowie in West- und Zentralafrika - neue Registerkarte öffnen und extreme Wetterereignisse im südlichen Afrika und im Indischen Ozean - neue Registerkarte öffnen haben zu Massenvertreibungen, Ernährungsunsicherheit und sogar Hungersnöten geführt. Mit der humanitären Hilfe der EU wurde lebensrettende Hilfe für Millionen der am stärksten gefährdeten und von diesen Krisen betroffenen Menschen geleistet.
In Asien setzte die EU ihre humanitäre Hilfe zur Bewältigung lang anhaltender humanitärer Krisen fort, beispielsweise in Afghanistan - neue Registerkarte öffnen, Bangladesch und Myanmar/Birma - neue Registerkarte öffnen, und reagierte gleichzeitig auf plötzliche Naturkatastrophen wie Überschwemmungen in Pakistan - neue Registerkarte öffnen und tropische Wirbelstürme in den Philippinen - neue Registerkarte öffnen und in Vietnam - neue Registerkarte öffnen.
In Lateinamerika leistete die EU humanitäre Hilfe für Gemeinschaften, die von den anhaltenden Krisen in Ländern wie Haiti - neue Registerkarte öffnen, Kolumbien - neue Registerkarte öffnen und Venezuela - neue Registerkarte öffnen betroffen waren, sowie für Opfer von Katastrophen wie dem Hurrikan „Melissa“ in der Karibik.