Vorwort

Gemeinsam geht mehr!

In den sieben Jahren seines Bestehens hat sich das Europäische Netzwerk der öffentlichen Arbeitsverwaltungen (ÖAV-Netzwerk) als überaus erfolgreich erwiesen. Die Festigung der Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Einrichtungen in ganz Europa ist sowohl für die öffentlichen Arbeitsverwaltungen selbst als auch die betreuten Bürgerinnen und Bürger von Nutzen und hat das Funktionieren der nationalen und europäischen Beschäftigungsmärkte verbessert.

Europäisches Netzwerk der öffentlichen Arbeitsverwaltungen

Europäisches Netzwerk der öffentlichen Arbeitsverwaltungen: Das ÖAV-Netzwerk ist ein europäisches Netzwerk, dem neben 32 öffentlichen Arbeitsverwaltungen in 30 Mitglied- bzw. Partnerstaaten auch die Europäische Kommission angehört.

Der Beschluss der europäischen Institutionen im Jahr 2020, das Mandat des Netzwerks zu verlängern, bekräftigt die Bedeutung dieser gemeinsamen Bemühungen. Als Vorstand des Netzwerks freuen wir uns über die Fortführung unserer gemeinsamen Tätigkeit. Die hier skizzierte, aktualisierte Netzwerkstrategie knüpft an dieses erneuerte Mandat an und trägt zugleich den rapiden Veränderungen auf den europäischen Arbeitsmärkten Rechnung.

Die erneuerte Mission des Netzwerks ist es, „zur Selbstkompetenz, Bildung und Verbesserung“ unserer Mitglieder beizutragen, um „die Modernisierung der einzelnen ÖAV voranzubringen“. Indem wir die optimale Nutzung von Technologie und Daten fördern und den Kompetenzausbau der ÖAV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begünstigen, wollen wir die nationalen ÖAV in die Lage versetzen, ihre Rolle als wichtige Akteurinnen im Ökosystem der Beschäftigungsvermittlung besser wahrzunehmen. Mit der Bereitstellung von Fachwissen und Erfahrung wollen wir einen Beitrag zu Beschäftigungsstrategien und -dienstleistungen auf europäischer Ebene leisten.

Im weiteren Sinne hoffen wir, eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der europäischen Beschäftigungsziele einzunehmen, darunter des 2030-Ziels – im Rahmen der europäischen Säule sozialer Rechte –, die Beschäftigungsquote auf 78 % anzuheben. Darüber hinaus ist es unser Anliegen, die Umsetzung des europäischen Grünen Deals sowie der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

Die Wahrung der Partnerschaften mit anderen Akteurinnen und Akteuren des Arbeitsmarktes ist auch in den kommenden Jahren eine vorrangige Agenda unserer erneuerten Strategie. Dies schließt an die Entwicklungen im Umfeld der Arbeitsvermittlung an und spiegelt die zunehmende Bedeutung von Partnerschaften für die Umsetzung unserer gemeinsamen Prioritäten – etwa der Gleichstellung der Geschlechter oder der Eingliederung besonders arbeitsmarktferner Gruppen.

Abschließend gilt es, den erwarteten Mehrwert der Ergebnisse des ÖAV-Netzwerks für nationale und europäische politische Entscheidungstragende und Interessenvertretungen hervorzuheben. Unser Wissenszentrum für Arbeitsämter (Knowledge Centre) und die Datenbank der „bewährten Verfahren“ für ÖAV (PES Practices database) bilden auch in Zukunft eine notwendige Informations- und Erkenntnisquelle für verbesserte Gesetzgebungen und Regulierungen. Darunter fallen u. a. Verbesserungen bei der Konzeption und Durchführung von Maßnahmen im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik.

Wir sind der festen Überzeugung, dass der Wissensaustausch, das voneinander Lernen und die politische Expertise des europäischen ÖAV-Netzwerks handfeste Nutzenpotentiale für die nationalen öffentlichen Arbeitsverwaltungen bergen. Wir freuen uns auf die Umsetzung dieser Strategie in den kommenden Jahren und laden Sie ein, uns auf diesem Weg zu begleiten.

Der Vorstand des ÖAV-Netzwerks

Einführung

Diese Strategie erläutert, wie das Netzwerk der öffentlichen Arbeitsverwaltungen (ÖAV) seinen Auftrag erfüllen kann.

Sie skizziert, ...

  • was das ÖAV-Netzwerk zu erreichen beabsichtigt;
  • welche Ergebnisse bewirkt werden sollen;
  • wie und warum diese Ergebnisse von den beteiligten Akteurinnen und Akteuren – also den nationalen öffentlichen Arbeitsverwaltungen und den Partnerinstitutionen auf nationaler und europäischer Ebene aufgegriffen werden sollen.

Die dynamischen Veränderungen in der Arbeitswelt stellen immer höhere Anforderungen an die ÖAV. Die technologischen Entwicklungen eröffnen Chancen auf dem Arbeitsmarkt, die neue Qualifikationen erfordern, während die Nachfrage nach anderen Qualifikationen nachlässt oder sogar ganz zurückgeht. Dies verursacht bedeutende Veränderungen für Arbeitsuchende, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie die ÖAV. Der beschleunigte Wandel und zunehmende Flexibilitätserfordernisse verstärken eine Abkehr von der traditionellen Sicht auf Arbeitslosigkeit einerseits und Beschäftigung andererseits. Im selben Zuge entstehen vermehrt Arbeitsmärkte, die starken Veränderungen ausgesetzt sind.

Context in which the PES Network operates

Das ÖAV-Netzwerk unterstützt die öffentlichen Arbeitsverwaltungen dabei mit einem Arbeitsmarkt zurecht zu kommen auf dem die Bürgerinnen und Bürger im Zuge ihres Erwerbslebens immer häufigere Übergänge zu bewältigen haben.

Die Folge sind deutlich instabilere Beschäftigungsverhältnisse und häufigere Stellenwechsel im Laufe des Erwerbslebens. Es kommt zur Aufweichung stabiler Beschäftigung und zur Zunahme atypischer Beschäftigungsmuster. Darüber hinaus ist ein verstärkter Trend zur Spaltung des Arbeitsmarktes zu beobachten: Dies beschreibt die zunehmende Kluft zwischen Menschen in sicheren und jenen in instabilen Erwerbsverhältnissen. Wenn die ÖAV mehr Erkenntnisse über die Auswirkungen dieser Entwicklung auf ihre immer vielfältigere Kundschaft gewinnen, können sie eine stärkere Aktivierung leisten. Das hieße dann, die Menschen dabei zu unterstützen, eine auskömmliche Arbeit zu finden und – falls erforderlich – eine Umschulung oder Höherqualifizierung zu realisieren.

Diese Veränderungen in der Arbeitswelt sind der ökonomischen Entwicklung geschuldet, bergen jedoch die Gefahr, dass einige Personengruppen, die am stärksten benachteiligt und besonders arbeitsmarktfern sind, den größten Risiken ausgesetzt sind. Es sind neue Initiativen zur Förderung von Beschäftigung in der EU in Planung, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Die ÖAV spielen eine zentrale Rolle, die Bürgerinnen und Bürger dabei zu unterstützen, durch positive Übergänge die Risiken am Arbeitsmarkt erfolgreich zu bewältigen. Sie haben eine weichenstellende Funktion eingenommen, indem sie ihre „Kernkundschaft“ weiter unterstützen und gleichzeitig neue Gruppen bedarfsorientiert besonders an den beschriebenen Übergängen fördern. Ihr Ziel ist es, die Wirkung von arbeitsmarktlichen Interventionen zu optimieren.

Das Netzwerk der ÖAV wurde entwickelt, um die ÖAV bei der Verwirklichung ihrer Ziele durch eine Reihe von Leistungen zu unterstützen:

  • Identifizierung von Dienstleistungsangeboten;
  • Förderung von Innovation;
  • gemeinsames Lernen und Austausch von guten Praxisbeispielen;
  • Festlegung und Überprüfung von Standards für Dienstleistungsangebote;
  • Anregung zum Ausbau von Partnerschaften;
  • Anwendung des „Benchlearning“ (Benchmarking + gegenseitiges Lernen), um Stärken und Verbesserungspotentiale bei den Dienstleistungen der ÖAV zu identifizieren und als Erkenntnisgrundlage für die Ausgestaltung des jährlichen Arbeitsprogramms zu nutzen;
  • Bereitstellung von „Evidenz“-Erkenntnissen für die Politikgestaltung, u. a. durch Strategiepapiere, Berichte und Fallstudien zu Praktiken der ÖAV.

Die ÖAV sind nach wie vor zentrale Akteurinnen am Arbeitsmarkt. Angesichts grundlegender Veränderungen in ihrem operativen Umfeld erbringen sie ihre Dienstleistungen zunehmend als integraler Teil eines umfassenderen Ökosystems des Arbeitsmarktes. Als Folge des technologischen Fortschritts entstehen neue Arten der Personalrekrutierung. So werden Bewerbungen zunehmend über digitale Vermittlungsplattformen und mithilfe verbesserter Analytik abgewickelt.

Obwohl jede ÖAV in ihrem jeweiligen nationalen institutionellen Rahmen agiert und die Aufgabenspektren und Angebotsmodelle teilweise länderspezifische Unterschiede aufweisen, gibt es das gemeinsame Bestreben, die Dienstleistungen zu modernisieren, um die bestmöglichen Ergebnisse für die Bürgerinnen und Bürger zu erzielen. Die verschiedenen Organisationskonzepte und die individuellen Antworten der ÖAV auf die jeweiligen Herausforderungen bilden eine reiche Quelle an Erfahrungswerten und Fachwissen, die für das gesamte Netzwerk von großem kollektivem Nutzen sind.

Das Ökosystem des Arbeitsmarktes verschafft den ÖAV und ihren Partnerinstitutionen die Möglichkeit, als Ganzes zu agieren und personalisierte Unterstützung zu bieten, die individuellen Erfordernissen gerecht wird. Es gibt eine Fülle von Organisationen, die Menschen mit komplexen Bedarfen professionelle Unterstützung für die Überwindung von Hürden bei der Integration in den Arbeitsmarkt bieten können. Das „Ökosystem des Arbeitsmarktes“ nutzt die Potentiale, die sich aus der verstärkten Vernetzung der beteiligten Akteurinnen und Akteure ergeben. Auf diese Art werden Arbeitssuchende für den Eintritt in den Arbeitsmarkt und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit den passenden Fachkräften unterstützt.

Insofern ermöglicht das Netzwerk den ÖAV, ihr Dienstleistungsangebot und die entsprechende Umsetzung zu überprüfen und auszuloten, wie Partnerschaften am besten aufgebaut werden können, um den zunehmenden Bedarf der Kundinnen und Kunden an individuellen Dienstleistungen zu decken.

1. Strategische Trends – Chancen und Herausforderungen

Das Netzwerk der ÖAV steht vor Herausforderungen und Chancen, die durch Megatrends1 ausgelöst werden, die mit politischen, ökonomischen, ökologischen, sozialen und technologischen Entwicklungen zusammenhängen.

Das Zusammenspiel dieser Megatrends hat erhebliche Auswirkungen auf die ÖAV, in dem Maße, wie sich folgende Aspekte verstärken:

  • Empowerment: Der Aufstieg neuer Märkte erfordert aktualisierte Konzepte der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber;
  • Polarisierung: eine zunehmende Kluft zwischen den Qualifikationen und Kompetenzen erfordert mehr Augenmerk auf soziale Inklusion;
  • Hyperkonnektivität: integrierende Systeme, die von der Teilnahme am Ökosystem des Arbeitsmarktes profitieren;
  • Loslösung: Individuelle Abweichungen und Fragmentierung der Arbeitskräfte erfordern einen stärkeren Fokus auf individuelle Unterstützung;
  • Alternde Bevölkerung: Forderung nach Generationengerechtigkeit mit Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersdiskriminierung;
  • Entmaterialisierung: Digitalisierung treibt die wissensbasierte Wirtschaft und Gesellschaft voran, sodass datengesteuerte Modelle unverzichtbar werden;
  • Verknappung: Förderung der Ökologisierung der Wirtschaft, wobei „grüne“ Beschäftigung an Priorität gewinnt;
  • Aufweichende Grenzen: Die gemeinsame, partnerschaftliche Entwicklung von Unterstützungssystemen überwindet „Silo-Mentalitäten“ zu Gunsten von Dienstleistungen die sich am Bedarf der Kundinnen und Kunden orientieren.
  • Erosion der Governance: Zunehmende Dezentralisierung und schwindendes Vertrauen in Institutionen leiten einen Übergang von „Lenkung“ zu „Befähigung“ ein;
  • Flucht und Vertreibung als Massenmigration, wobei angemessene politische Antworten erforderlich sind, damit daraus Vorteile erwachsen können.

Die dynamische Entwicklung sozialer und technologischer Trends macht es erforderlich, die Strategie als „lebendes“ Dokument kontinuierlich zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Mit Blick auf die Unterstützung der Kundinnen und Kunden muss das Netzwerk der ÖAV diese Herausforderungen und Chancen meistern. Es gilt, mit Veränderungen Schritt zu halten, um Erfolg versprechende Praktiken in nationalen ÖAV zu entdecken und zu fördern, damit die ÖAV sich als anpassungsfähig an schnell wandelnde Lagen erweisen. Das Netzwerk muss ein starkes Augenmerk auf solche Aktivitäten richten, die die ÖAV bei der Bewältigung schwerwiegender Auswirkungen von Arbeitsmarktstörungen unterstützen können, indem es Perspektiven und Konturen für positive Interventionen aufzeigt.

2. Der Auftrag des Netzwerks der ÖAV

Anknüpfend an den Beschluss, das Mandat bis 2027 zu verlängern, hat das ÖAV-Netzwerk seine Vision an die Entwicklungen angepasst. Dies spiegelt die Wertschätzung, die das Netzwerk als kompetenter Partner in Arbeitsmarktfragen durch die europäischen Institutionen erfährt, wider. Das Netzwerk nimmt eine „fördernde“ Rolle ein, die die Bereitstellung eines Wissens-„Hubs“, die Unterstützung, Beratung und Befähigung der nationalen ÖAV umfasst. Folglich versucht die Europäische Kommission sich hinsichtlich von Arbeitsmarktprioritäten mit dem Netzwerk abzustimmen, wie es im aktualisierten Beschlusstext zum Ausdruck kommt.

Die überarbeitete Vision des Netzwerks soll daher eine strategische Richtung vorgeben, um sich auf Aktivitäten zu konzentrieren, die notwendig sind, um sich auf das veränderte, unsichere Umfeld einzustellen. Von besonderer Bedeutung sind kontinuierliche und immer häufigere Veränderungen in der Arbeitswelt und vor allem die tiefgreifenden Arbeitsmarkterschütterungen infolge der COVID-19-Pandemie und des Wachstums der Plattformökonomie.

Der überarbeitete Rechtstext stellt neue Forderungen an das Netzwerk hinsichtlich des Aufbaus eines Instruments auf EU-Ebene, um Weiterentwicklungen in den nationalen ÖAV anzuregen. Es geht darum, die ÖAV-Aktivitäten stärker an den politischen Prioritäten der EU auszurichten, um neuen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu begegnen. Von besonderer Bedeutung sind die Verweise auf den europäischen Grünen Deal, die europäische Säule sozialer Rechte und die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung.

Policy-level objectives

Das ÖAV-Netzwerk soll die ÖAV dabei unterstützen, unmittelbar zur Umsetzung zentraler europäischer Beschäftigungsziele beizutragen, wie sie im Rahmen der europäischen Säule sozialer Rechte festgelegt sind, und auch Fortschritte im Hinblick auf den europäischen grünen Deal und die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung vorantreiben.

Die Mandatsverlängerung bekräftigt die weiterhin bestehende Schlüsselrolle der ÖAV für den Matchingprozess zwischen Arbeitssuchenden und offenen Stellen, der dem Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf einem veränderlichen Arbeitsmarkt zugutekommt. Das Mandat unterstreicht auch die Rolle des Netzwerks beim „Benchlearning“, um kontinuierliche Verbesserungen zu fördern. Dies ermöglicht es den ÖAV, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Verbesserung des Dienstleistungsangebots zu unterstützen. Dazu gehört auch die Überprüfung der Organisationsstrukturen, um die ÖAV bei der Anpassung an den Wandel und einer stärkeren Orientierung der Dienstleistungen an den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden zu begleiten. Das Mandat unterstreicht ferner die Bedeutung von Partnerschaften für die Umsetzung der Prioritäten. Die Förderung der Geschlechtergleichstellung und die Unterstützung der Integration von Menschen mit Behinderungen, Migrantinnen und Migranten, Langzeitarbeitslosen und Nichterwerbspersonen sind besonders wichtig.

Um die Ziele des überarbeiteten Mandats zu erreichen, muss das Netzwerk Aktivitäten zur Unterstützung der nationalen ÖAV bei der Überwindung von Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt Vorrang einräumen. Ein weiteres Erfordernis ist der Ausbau von Dienstleistungen, die auf die Unterstützung künftiger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Arbeitsmärkten zugeschnitten sind, die sich im Umbruch befinden. Zudem muss das Netzwerk Hilfestellungen anbieten, damit die ÖAV bestmöglich dafür sorgen können, die Auswirkungen der krisenbedingten Einbrüche am Arbeitsmarkt abzufedern. Mehr Nachdruck auf Berufsberatung und Schulungen wird notwendig sein, damit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer häufigere Arbeitsplatzübergänge erfolgreich bewältigen können. Dies ist zugleich ein Beitrag zu Wachstum und zur Vorbeugung von Arbeitslosigkeit.

Die Bedeutung, die der Zusammenarbeit zwischen den ÖAV und anderen Arbeitsmarktakteurinnen und –akteuren zukommt, spiegelt die Entwicklungen im Ökosystem des Arbeitsmarktes wider. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaft von Akteurinnen und Akteuren, die sich in verschiedenen Gruppierungen miteinander vernetzen, um zu einem gut funktionierenden Arbeitsmarkt beizutragen und die Integration von Arbeitssuchenden in besonderen Situationen zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit wird durch die immer stärker wachsende Digitalisierung erleichtert und zugleich von dieser vorangetrieben. Die ÖAV sind zunehmend Teil einer größeren Gruppe von Anbieterinnen und Anbietern datengesteuerter Unterstützungsdienste. Dies schafft mehr Möglichkeiten für die Entwicklung individualisierter Unterstützungsangebote und Wahlmöglichkeiten für die Kundinnen und Kunden. Das überarbeitete Mandat nimmt Bezug auf die Rolle des ÖAV-Netzwerks als beratendes Gremium, das die Politikentwicklung auf europäischer Ebene unterstützt. Es fordert eine noch engere Abstimmung zwischen der Erbringung von Beschäftigungsdienstleistungen und Politikkonzepten. Dazu zählt auch ein proaktiver Sachverständigenbeitrag im Europäischen Beschäftigungsausschuss (EMCO).

3. Vision und Mission

Auswirkungen der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt für das Netzwerk der ÖAV

Das überarbeitete Mandat des ÖAV-Netzwerks führt zu neuen Prioritäten. Dazu gehört die Förderung von Partnerschaften als Mittel zur sozialen Inklusion und wirtschaftlichen Integration von Menschen aus benachteiligten Gruppen.

Die ÖAV agieren zunehmend als Teil eines Ökosystems des Arbeitsmarktes. Dies ergibt sich aus der Notwendigkeit, Gefährdete stärker zu erreichen. Das Potenzial von KI und Big Data wird dafür förderlich sein, die Unterstützung noch individueller an den Kundinnen und Kunden auszurichten.

Die COVID-19-Pandemie hat Veränderungen beschleunigt, die durch bestehende Trends bereits angestoßen waren.

Vision

Das Netzwerk versteht sich als Vehikel für eine verstärkte europaweite Kooperation zwischen den ÖAV. Dadurch sollen die nationalen ÖAV befähigt werden, ihre Rolle als zentrale Akteurinnen im Ökosystem des Arbeitsmarktes zur Geltung zu bringen und gleichzeitig zur europäischen Beschäftigungsstrategie und den entsprechenden Dienstleistungen beizutragen. Ziel ist es dafür zu sorgen, dass der Arbeitsmarkt durch die Unterstützung der Aktivitäten von Arbeitssuchenden, Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sowie beteiligter Partnerorganisationen besser funktioniert. Dafür erhalten die Bürgerinnen und Bürger Unterstützung für die erfolgreiche Bewältigung von Übergängen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wiederum werden dabei unterstützt, passgenaue Fachkräfte zu rekrutieren. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Organisationen am Arbeitsmarkt soll schließlich helfen, gemeinsame Ziele zu erreichen. Vorrang erhalten Maßnahmen zur Überwindung von Integrationshindernissen. Das Netzwerk stellt für die ÖAV nicht zuletzt eine wertvolle Quelle beschäftigungspolitischer Expertise in der EU dar.

Mission

Das Netzwerk verfolgt die Mission, zu Selbstkompetenz, Bildung und Verbesserung beizutragen. Dies dient seinen zentralen Aufgabenschwerpunkten – die Modernisierung der einzelnen ÖAV zu fördern, eine optimale Nutzung von Technologie und Daten zu unterstützen und verbesserte Kompetenzen für das Personal zu ermöglichen. So sollen die ÖAV dabei unterstützt werden, ihre Rolle und Funktion weiter anzupassen und damit zur Umsetzung der EU-Beschäftigungspolitik und -strategien beizutragen und effiziente Dienstleistungen für Arbeitssuchende und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu erbringen.

Practical-level objectives

Das ÖAV-Netzwerk unterstützt die ÖAV dabei, die Qualität und Modernisierung ihrer Dienstleistungen fortzuentwickeln, um ihre Krisenresistenz zu stärken. Dies soll primär über den Ausbau datengesteuerter, individualisierter Dienstleistungen erfolgen.

Verwirklicht werden wird dies durch die fortgesetzte Stärkung und Förderung der Zusammenarbeit zwischen den ÖAV. Darunter fällt auch die Unterstützung bei der Weitentwicklung des Dienstleistungsangebots, um erfolgreiche Übergänge zu ermöglichen und den Herausforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Dafür werden folgende Hebel eingesetzt:

  • Fähigkeitssausbau für einen besser funktionierenden Arbeitsmarkt;
  • Förderung von Inklusion am Arbeitsmarkt durch Maßnahmen zugunsten der Geschlechtergleichstellung sowie der Integration von Menschen aus benachteiligten Gruppen;
  • Ankurbelung der Arbeitskräftenachfrage und Förderung der beruflichen und freiwilligen geografischen Mobilität;
  • Leisten eines Beitrags zur Verfügbarkeit passgenauer Fachkräfte, um das Beschäftigungswachstum zu fördern;
  • Anforderungen antizipieren, dabei Arbeitsmarktdaten nutzen und Qualifikationsbedarfe analysieren;
  • Arbeitskräfte auf die aktive Teilnahme am Arbeitsmarkt und den Qualifikationserwerb durch Aus- und Weiterbildung, Berufsberatung und Orientierungshilfen vorbereiten;
  • Unterstützung von Arbeitssuchenden und Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern bei der Bewältigung von Arbeitsmarktkrisen, indem den ÖAV geholfen wird, ihre Dienstleistungen zu erbringen;
  • Unterstützung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, sich an ihre in Veränderung begriffene Rolle auf einem sich wandelnden Arbeitsmarkt anzupassen.
  • Optimierung des Nutzens aus dem Ausbau des Ökosystems des Arbeitsmarktes.

4. Zielsetzungen und Zweck des Netzwerks der ÖAV

Die Ziele des ÖAV-Netzwerks sind in Artikel 3 des Beschlusses definiert. Daraus ergeben sich eine Reihe besonders wichtiger Aufgaben:

  • Es gilt die Einhaltung der Forderungen des Beschlusses zu gewährleisten, indem beim Ausbau der Kooperation besonderes Augenmerk zu richten ist auf:
  • Abbau der Arbeitslosigkeit in allen Alters-, Geschlechter- und benachteiligten Gruppen;
  • Maßnahmen zur Modernisierung und Stärkung der ÖAV, um die Umsetzung der Beschäftigungs- und Sozialpolitik der EU zu unterstützen;
  • Verabschiedung und Umsetzung eines Arbeitsplans für zu liefernde Ergebnisse, darunter Initiativen des „gegenseitigen Lernens“ mit Bezug zur Umsetzung des „Benchlearning“-Konzeptes („Benchlearning“);
  • Förderung und Austausch bewährter Verfahren für die Integration von benachteiligten Gruppen in den Arbeitsmarkt;
  • Förderung der Zusammenarbeit in regionalen, nationalen und internationalen Projekten;
  • Stärkung des Einflusses der ÖAV durch die Bündelung von Ressourcen;
  • Aufwertung des Ansehens der ÖAV durch verstärkte Förderung von Modernisierungsinitiativen.
Benchlearning

Das ÖAV-Netzwerk setzt auf den innovativen Prozess des „Benchlearnings“ (vergleichender Lernprozess bestehend aus Benchmarking und gegenseitigem Lernen). Im ersten Schritt gilt es dabei, Verbesserungspotentiale und bewährte Verfahren zu identifizieren. Diese bilden dann die Grundlage für Austausch und Lernen.

Um die am besten geeigneten Lösungen für die Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu identifizieren, greift das Netzwerk der ÖAV auf Arbeitsmarktdienstleistungen und Beschäftigungsprogramme für Kundinnen und Kunden zurück, die als Arbeitsuchende oder als Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gemeldet sind. Ein besonderes Augenmerk gilt der spezialisierten Betreuung, allen voran von Kundinnen und Kunden aus benachteiligten Gruppen. Die vorrangige Unterstützung richtet sich an gefährdete Arbeitssuchende und zielt auf den Kompetenz- und Qualifikationsaufbau ab. Das soll den Zugang zu Chancen in den aufstrebenden wissensbasierten und „grünen“ Wirtschaftsbranchen ebnen und so zur Verminderung von Armut, zur Bekämpfung von sozialer Ausgrenzung und zur Verringerung von Sozialleistungsabhängigkeit beitragen. Erreicht wird dies durch den Abbau institutioneller Hindernisse für die Höherqualifizierung und die Förderung des kontinuierlichen lebenslangen Lernens. Das Netzwerk setzt einen Schwerpunkt auf die Eindämmung des Risikos arbeitslos zu werden, indem reibungslose Beschäftigungsübergänge gefördert werden.

Das ÖAV-Netzwerk organisiert proaktiv Veranstaltungen für gegenseitiges Lernen. Diese fördern Verbesserungspotentiale bei der Umsetzung und ermöglichen Lerndialoge, die die Analyse aktueller Ergebnisse sowie sich abzeichnender Trends zur Grundlage machen. Das Programm ist flexibel und es fließen Erkenntnisse aus dem „Benchlearning“ und auch aus Sofortmaßnahmen als Antwort auf Krisensituationen ein. Dadurch können die ÖAV ihre Stärken und Verbesserungspotentiale als Ergebnis der unterstützenden Netzwerk-Arbeit leichter erkennen. Es wird eine Kultur der Selbstbefähigung und der kontinuierlichen Verbesserung der Orientierung der Dienstleitungen an Kundinnen und Kunden gefördert. Die ÖAV sind so in der Lage, Veränderungsbarrieren abzubauen. Der Ansatz fördert den Wissenstransfer von Konzepten, die Arbeitssuchende auf die Herausforderungen einer neuen Arbeitswelt vorbereiten.

Die Ergebnisse dieser Netzwerkaktivitäten unterstützen Politikverantwortliche und Interessengruppen auf europäischer und nationaler Ebene mit Wissen und Erkenntnissen. Dies hilft, die Konzeption und Ausführung von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu optimieren und um bessere Gesetze und Regulierungen zu entwerfen.

Das Ansehen der ÖAV wird dadurch gestärkt, dass die Initiativen des Netzwerks bekannt gemacht werden und untermauert den sichtbaren Nutzen von Investitionen in die Dienstleistungen der ÖAV. Gleichzeitig wird eine Investitionsrendite dadurch offenkundig, dass eine bessere Qualität der Dienstleistungen erbracht wird.

5. Partnerschaften und das „Ökosystem des Arbeitsmarktes“

Das Netzwerk sammelt und nutzt Informationen von Kundinnen und Kunden, um seinen Auftrag zu erfüllen und seine Vision zu verwirklichen. Es beauftragt Studien und erhält Input von nationalen ÖAV sowie einer Vielzahl von europaweiten Organisationen. Das gewonnene Wissen wird systematisiert, um Erkenntnisse über den potentiellen Mehrwert verbesserter Dienstleistungen der ÖAV zu gewinnen. Das Netzwerk interagiert daher mit einer Reihe von Akteurinnen und Akteuren aus ganz Europa sowie mit Organisationen mit globaler Ausrichtung, darunter dem Weltverband der öffentlichen Arbeitsverwaltungen (WAPES), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Weltbank und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Ökosystem des Arbeitsmarktes

Die ÖAV sind zunehmend gefordert, in einem „Ökosystem des Arbeitsmarktes“ in Partnerschaften zusammenzuarbeiten, um die Unterstützung bieten zu können, auf die Arbeitssuchende, Beschäftigte sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber angewiesen sind. Gleichzeitig braucht es Anpassungsfähigkeit und Flexibilität, um den Anforderungen, die der Arbeitsmarkt stellt, gerecht zu werden.

Das Netzwerk interagiert mit folgenden Gruppen:

Arbeitssuchende: Austausch über ihre Erwartungen und Erfahrungen. Diese Informationen liefern den ÖAV Aufschluss über Bereiche, in denen Anpassungs- und Verbesserungsbedarf besteht. Es ermöglicht die Entwicklung von an Kundinnen und Kunden orientierten Dienstleistungen, die darauf zugeschnitten sind, die Eingliederungsleistungen zu verbessern. Arbeitssuchende weisen zunächst in der Regel vielfältige Unterstützungsbedarfe auf. Sobald eine Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen ist, kann die Arbeitsverwaltung bei jedem Integrationshemmnis unterstützen, damit die Kompetenzen und Qualifikationen erworben werden, die Arbeitssuchende benötigen, um Chancen am Arbeitsmarkt zu nutzen. Indem Kundinnen und Kunden formellen und informellen Netzwerken beitreten, gewinnen sie an Autonomie eigene, fundierte Entscheidungen über ihren zukünftigen beruflichen Werdegang treffen zu können.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber: Austausch von Arbeitsmarktwissen und Feedback zu Dienstleistungen der ÖAV, um die Bedarfe der Unternehmen zu berücksichtigen. Dies versetzt die ÖAV in die Lage, für Personalrekrutierungen Angebote zu machen, Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu bewältigen und zur Entwicklung des Humankapitals beizutragen. Rückmeldungen von Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erleichtern es den ÖAV auch, „Rekrutierungspakete“ auszuarbeiten, die Inklusion zu fördern und Diskriminierung zu bekämpfen.

Europäische Institutionen unter Einschluss der Aufsichtsbehörden: Zusammenarbeit, um die Sichtbarkeit des Netzwerks der ÖAV zu stärken. Erreicht wird dies durch die Sichtbarmachung von Daten und den Austausch von Informationen aus Arbeitsmarktanalysen. Der Prozess unterstützt den Wissensaustausch über „Best practise – Ansätze“ und neue Formen der Arbeit. Im Fokus stehen dabei nützliche Erkenntnisse, die für Veränderungsmanagement und die Förderung von lebenslangem Lernen herangezogen werden können.

Netzwerkmitglieder: Das Netzwerk fördert eine enge Zusammenarbeit mit relevanten Interessengruppen auf europäischer Ebene. Dies kommt einer ergebnisorientierten Arbeit in den nationalen ÖAV zugute, indem sie personal- und unternehmenszentrierte Modelle anwenden können. Die nationalen ÖAV können mithilfe von Big Data optimierte Analysen und Prognosen erstellen, um Arbeitssuchende sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber proaktiv damit zu unterstützen. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung, um Leistungsvermögen durch Höherqualifizierung und Weiterbildung zu stärken. Unterschiedlichen Zielgruppen werden unterschiedliche Unterstützungspakete angeboten.

Das Ökosystem des Arbeitsmarktes wird durch eine verbesserte digitale Vernetzung vorangetrieben und erweitert seinerseits den Rahmen für den Austausch von Daten und Informationen. ÖAV, andere Dienstleisterinnen und Dienstleister sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können dadurch bei Dienstleistungsangeboten zusammenzuarbeiten. Das Ökosystem fördert ein gemeinsames Verständnis zwischen den ÖAV und ihren Partnerinstitutionen hinsichtlich der Probleme, mit denen Arbeitssuchende bei der Arbeitsmarkteingliederung konfrontiert sind. Es begünstigt den Aufbau gemeinsamer Strategien für wechselseitige Lösungen, die positive Übergänge fördern, welche wiederum sozialer Ausgrenzung und dem Ausschluss vom Arbeitsmarkt entgegenwirken. Kundinnen und Kunden kommen dadurch in den Genuss einer größeren Angebotsvielfalt und individuelleren Unterstützung, zumal auch Potentiale für verbesserte digitale Dienstleistungen und Nachbetreuungsmaßnahmen ausgeschöpft werden. Diese Entwicklungen können der Autonomie der Arbeitssuchenden und einer nachhaltigen Arbeitsmarkteingliederung zugutekommen.

Das Ökosystem funktioniert am besten, wenn die ÖAV und ihre Partnerinstitutionen ein optimales Gleichgewicht zwischen der Arbeit an allgemeinen Zielen und dem Erfüllen der spezifischen Anforderungen der jeweiligen Organisation erreichen. Ein besonderes Augenmerk gilt es, auf Unterstützungsmechanismen zugunsten der Integration von Menschen aus benachteiligten Gruppen zu richten. Darunter fallen Jugendliche, Menschen mit Behinderungen und Migrantinnen und Migranten. Das Ökosystem ist der Rahmen, in dem die ÖAV und eine große Anzahl anderer Akteurinnen und Akteure zusammenkommen, u. a.:

  • Nichtregierungsorganisationen
  • Träger der allgemeinen und beruflichen Bildung (öffentliche und private)
  • Kommunal- und Regionalbehörden
  • Sozialhilfeträger (z. B. Sozialversicherung, Wohnungsämter, Gesundheitsdienste)
  • Arbeitgeberinnen- und Arbeitgeberverbände
  • Sozialpartner
  • Lokale Interessen- und Bevölkerungsgruppen
  • Private Arbeitsvermittler
  • Zeitarbeitsunternehmen

6. Weichenstellungen für die Herausforderungen der Zukunft

Das Netzwerk ermutigt die ÖAV, ihr Dienstleistungsangebot so umzugestalten, dass es veränderten Beschäftigungsanforderungen gerecht wird. Es unterstützt dafür die soziale Inklusion sowie die Stärkung von auf dem Arbeitsmarkt nachgefragten Qualifikationen. Im Fokus steht insbesondere, die ÖAV in die Lage zu versetzen, Qualifikationslücken zu schließen und Potentiale in Wachstumsbranchen zu erkennen.

Das Netzwerk sammelt und verbreitet Erkenntnisse über Initiativen zur Dienstleistungsverbesserung, die tauglich sind, die Auswirkungen von Störungen durch Globalisierung, Automatisierung und Nachfrageschwankungen abzumildern. Darüber hinaus bekennt sich das Netzwerk zu seiner besonderen Rolle den Wissens- und Informationsaustausch sowie die Ausarbeitung von Leitlinien zu fördern, um die ÖAV bei der Bewältigung von Krisen und fragilen Arbeitsmarktlagen zu unterstützen.

Das breite Spektrum des Arbeitsprogramms des Netzwerks ist darauf ausgerichtet, diese Ergebnisse zu liefern. Die Umsetzung seiner verschiedenen Bausteine wird flexibel und mit allen nötigen Aktualisierungen erfolgen, um den Anforderungen spezifischer Situationen gerecht zu werden und um mit einer ständig weiterentwickelnden Arbeitsmarktlandschaft Schritt zu halten.

1 Nach „Beyond the Noise, Megatrends of Tomorrow’s World“; Klein/Bansal/Wohlers, Deloitte Study Juli 2017.

Weiterführende Informationen zum ÖAV-Netzwerk:

About

PES Network Secretariat
European Commission
Directorate-General for Employment, Social Affairs and Inclusion
E-mail: EMPL-PES-SECRETARIAT@ec.europa.eu

European Commission
B-1049 Brussels

Die Strategie des ÖAV-Netzwerks wurde von den Vorstandsmitgliedern des ÖAV-Netzwerks am 24. Juni 2021 gebilligt.

Diese Strategie ist das Ergebnis einer Arbeitsgruppe des ÖAV-Netzwerks unter dem Vorsitz der österreichischen öffentlichen Arbeitsverwaltung, die zehn öffentliche Arbeitsverwaltungen aus Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, Lettland, den Niederlanden, Norwegen, Slowenien, Spanien, Schweden und das ÖAV-Sekretariat zusammenbrachte. Sie trafen sich virtuell mehrmals zwischen Februar und Mai 2021.

Es wurde mit Unterstützung des ÖAV-Sekretariats und Eamonn Davern im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags mit dem ICON-Konsortium und seinen ÖSB-Partnern ausgearbeitet.

Das Europäische Netzwerk der öffentlichen Arbeitsverwaltungen wurde durch einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates im Juni 2014 gegründet und 2020 geändert. Sein Ziel ist es, die Kapazität, Wirksamkeit und Effizienz der öffentlichen Arbeitsverwaltungen zu stärken. Diese Aktivität wurde im Rahmen des Arbeitsprogramms des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen entwickelt. Für weitere Informationen: http://ec.europa.eu/social/PESNetwork.

Diese Aktivität wurde durch das Programm der Europäischen Union für Beschäftigung und soziale Innovation "EaSI" (2014-2020) finanziell unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter: http://ec.europa.eu/social/easi.

RECHTLICHER HINWEIS

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Manuskript abgeschlossen im Mai 2021
Die Europäische Kommission haftet nicht für Folgen, die sich aus der Weiterverwendung dieser Veröffentlichung ergeben.
Luxemburg: Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, 2021

© Europäische Union, 2021
© Illustrations Bernard Coubeaux/Europäische Union
Die Weiterverwendung von Dokumenten der Europäischen Kommission ist durch den Beschluss 2011/833/EU der Kommission vom 12. Dezember 2011 über die Weiterverwendung von Kommissionsdokumenten (ABl. L 330 vom 14.12.2011, S. 39) geregelt. Sofern nichts anderes angegeben ist, wird dieses Dokument zu den Bedingungen einer Lizenz Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0) (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/) zur Verfügung gestellt.
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Im Internet

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Informationen zum EU-Recht, darunter alle EU-Rechtsvorschriften seit 1952 in sämtlichen Amtssprachen, finden Sie in EUR-Lex: http://eur-lex.europa.eu

Offene Daten der EU

Über ihr Offenes Datenportal (http://data.europa.eu/euodp/de) stellt die EU Datensätze zur Verfügung. Die Daten können zu gewerblichen und nichtgewerblichen Zwecken kostenfrei heruntergeladen werden.