Access City Award 2023 Beispiele für bewährte Verfahren zur Schaffung von mehr Barrierefreiheit in Städten in der EU
#EUACCESSCITY
Der jährlich Access City Award würdigt die Bemühungen europäischer Städte, mehr Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen sowie ältere Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. In dieser Broschüre werden die Erfolge der Gewinner, der Zweit- und Drittplatzierten und die besonderen Erwähnungen vorgestellt: Skellefteå (Schweden), Córdoba (Spanien), Ljubljana (Slowenien), Mérida (Spanien), Hamburg (Deutschland) und Grenoble (Frankreich). Die diesjährigen Städte haben konkrete Schritte unternommen, um öffentliche Orte, Dienstleistungen, den Verkehr, Gebäude, Kultur und den Tourismus barrierefreier zu gestalten
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Access City Award 2023

Version in einfacher Sprache
Wer sind wir?

Wir sind die Europäische Kommission.
Die Europäische Kommission schlägt Gesetze vor, die Europa besser machen sollen.
Unter anderem arbeiten wir daran, den Alltag und Dienste in Europa für Menschen mit Behinderung und alle Menschen zugänglich zu machen.

Dazu arbeiten wir gemeinsam mit Organisationen von Menschen mit Behinderung in Europa, wie dem Europäischen Behindertenforum.
Zum Beispiel organisieren wir jedes Jahr gemeinsam den Access City Award.
Was ist der Access City Award?

Der Access City Award ist ein Preis, den wir jedes Jahr an Städte vergeben, die viel tun, um barrierefrei zu werden.

Eine Stadt ist barrierefrei, wenn alle Menschen ohne Probleme dort leben und sich frei bewegen können und alle Dienste ohne Probleme nutzen können.
Eine Stadt ist zum Beispiel dann barrierefrei, wenn es allen Menschen leicht fällt:
- mit dem Bus oder der U-Bahn zur Arbeit zu fahren,
- an Fahrkartenautomaten eine Fahrkarte zu kaufen, sich durch die Straßen zu bewegen
- und öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser und Rathäuser zu betreten;
- Informationen so zu bekommen, dass sie für sie lesbar und verständlich sind.

Das ist für alle Menschen wichtig und besonders für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen.

Für sie gibt es oft keinen Zugang zu Dingen wie Gebäuden, Verkehr und Informationen.
Wenn sie zu etwas keinen Zugang haben, können sie nicht am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen wie alle anderen Menschen.

Ein Beispiel: Wenn Gebäude keine Rampen haben, können Rollstuhlfahrer nicht in sie hereinkommen.

Oder wenn Informationen nicht leicht zu lesen sind, können Menschen mit geistiger Behinderung und andere Menschen die Information vielleicht nicht lesen und verstehen.
Darum ist der Access City Award für Städte in Europa eine Chance zu zeigen, was sie getan haben, um für alle Menschen barrierefrei zu werden.
Den Access City Award gibt es seit 2010. Er soll die Städte daran erinnern, wie wichtig Barrierefreiheit für alle Menschen ist.
Welche Stadt hat 2023 den Access City Award gewonnen?
Der Gewinner des Access City Award 2023 ist Skellefteå in Schweden.

Die Stadt Skellefteå erhielt den Access City Award für ihre steten Bemühungen, Dinge und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen und alle Menschen zugänglich zu gestalten.
Beispiele dafür in Skellefteå:

Spielplätze, Parks und Straßen sind barrierefrei und alle können sich ohne Probleme fortbewegen.

Blinde werden über ihr Telefon über mögliche Gefahren in den Straßen informiert, damit sie sich sicherer fortbewegen können.

Busse haben Rampen, damit Rollstuhlfahrer sie problemlos nutzen können. In Bussen gibt es Durchsagen, wodurch Blinde nützliche Informationen über ihre Fahrt hören können. Außerdem sind Bildschirme vorhanden, damit Taube diese Informationen auf den Bildschirmen lesen können.

Die Stadt bietet Schulungen für junge Menschen mit geistiger Behinderung zum Nutzen von Technik und zum unabhängigen Leben.

Skellefteå erhielt 150 000 Euro für den Gewinn des Access City Award 2023.
Zwei andere Städte haben in dem Wettbewerb den zweiten und dritten Platz bekommen:
- Die Stadt Córdoba in Spanien hat den zweiten Platz und 120 000 Euro gewonnen.
- Die Stadt Ljubljana in Slowenien hat den dritten Platz und 80 000 Euro gewonnen.

Der nächste Access City Award wird für das Jahr 2024 vergeben.
Welche Städte können teilnehmen?
Nicht alle Städte können am Access City Award teilnehmen. Um am Access City Award teilzunehmen, sollten die Städte folgende Punkte erfüllen:

- Sie sollten in Ländern liegen, die zur Europäischen Union gehören. Die Europäische Union ist eine Gruppe von 27 europäischen Ländern, die sich zusammengetan haben, um für die Menschen Dinge besser zu machen.
- Sie müssen mehr als 50 000 Einwohner haben. Wenn es in einem Land weniger als zwei Städte mit so vielen Einwohnern gibt, können sich zwei oder mehr kleinere Städte zusammentun. Wenn diese Städte zusammen mehr als 50 000 Einwohner haben, können sie am Access City Award teilnehmen.
- Die Stadt, die den Access City Award in diesem Jahr gewonnen hat, kann im nächsten Jahr nicht noch einmal teilnehmen.
Wie können Städte teilnehmen?

Städte, die am nächsten Access City Award teilnehmen möchten, können sich online bewerben, sobald die Bewerbungsphase beginnt. Personen, die die Städte regieren und wichtige Entscheidungen für sie treffen, müssen ein Online-Formular ausfüllen.

In dieses Formular müssen sie Folgendes schreiben:
- warum sie der Meinung sind, dass ihre Stadt den Access City Award gewinnen sollte;
- Beispiele nennen und zeigen, was ihre Stadt tut, um für alle Menschen barrierefrei zu werden,
- wie sie diese gute Arbeit in der Zukunft fortsetzen wollen.
Weitere Informationen finden Sie auf dieser Website: www.ec.europa.eu/social/accesscityaward

Dort werden wir in Kürze mitteilen, wann die Bewerbungsphase beginnt. Sobald die Bewerbungsphase beginnt, können die Städte das Formular ausfüllen und am nächsten Access City Award teilnehmen. Besuchen Sie deshalb immer mal wieder unsere Website, um diese Informationen zu erfahren!
Wie wählen wir den Gewinner aus?

Nachdem sich die Städte für den Access City Award beworben haben, schauen sich Gruppen von Menschen ihre Bewerbungen genau an und wählen den Gewinner aus.

In jedem Land gibt es eine Gruppe von Menschen, die die Bewerbungen der Städte dieses Landes prüft. Sie wählen bis zu drei Städte als beste Beispiele in diesem Land aus.
DDanach prüft eine andere Gruppe von Menschen in Europa alle diese Städte und wählt die Stadt aus, die das beste Beispiel von allen ist. Diese Stadt gewinnt dann den Access City Award für das Jahr.

Zu diesen Gruppen gehören auch Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen. Sie prüfen unter anderem, ob die folgenden Dinge in diesen Städten barrierefrei sind:
- Gebäude und Straßen,
- Busse und U-Bahn,
- Fahrkartenautomaten und Geldautomaten,
- Websites und andere Technologien, die die Menschen nutzen, um zu kommunizieren,
- Informationen, die für alle Menschen leicht zu lesen und einfach zu verstehen sind.
Sie prüfen, welche von diesen Städten am besten darin ist, diese Dinge für alle Menschen zugänglich zu machen. Diese Stadt gewinnt dann den Access City Award.
Wann bekommt der Gewinner seinen Preis?

Ende 2023 veranstalten wir in Brüssel ein großes Treffen, bei dem über die Rechte von Menschen mit Behinderungen gesprochen wird. Bei diesem Treffen sagen wir auch, welche Stadt den Access City Award 2024 gewinnt.
Dann übergeben wir dieser Stadt den Access City Award.
Weitere Informationen

Weitere Informationen können Sie auf unserer Website hier finden: www.ec.europa.eu/social/accesscityaward
Wenn Sie Fragen haben, können Sie uns eine E-Mail senden an: secretariat@accesscityaward.eu.

Ursula von der Leyen
Präsidentin der Europäischen Kommission
Würdigung der Gewinner des Access City Award
Das Leben in Städten sollte für alle barrierefrei sein. Damit jeder problemlos an allen Bereichen des städtischen Lebens teilhaben kann, benötigen wir originelle und effektive Lösungen, so wie sie von den Gewinnerstädten des ACA-Preises umgesetzt wurden. Beispiele wie diese zeigen die Integrationskraft unserer europäischen Gesellschaft.
Gewinner des Access City Award 2023
Frühere Gewinner des Access City Award
| Jahr | 1. Preis | 2. Preis | 3. Preis | Besondere Erwähnung | Besondere Erwähnung | Besondere Erwähnung | Besondere Erwähnung | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | Stadt Luxemburg, Luxemburg | Helsinki, Finnland | Barcelona, Spanien | Porto, Portugal | Palma, Spanien | Löwen, Belgien | - | |
| 2021 | Jönköping, Schweden | Bremerhaven, Deutschland | Gdynia, Polen | Poznań, Polen | Komotini, Griechenland | Florenz, Italien | - | |
| 2020 | Warschau, Polen | Castellón de la Plana, Spanien | Skellefteå, Schweden | Evreux, Frankreich | Tartu, Estland | Chania, Griechenland | - | |
| 2019 | Breda, Niederlande | Evreux, Frankreich | Gdynia, Polen | Vigo, Spanien | Kaposvár, Ungarn | Viborg, Dänemark | Monteverde, Italien | |
| 2018 | Lyon, Frankreich | Ljubljana, Slowenien | Stadt Luxemburg, Luxemburg | Viborg, Dänemark | - | - | - | |
| 2017 | Chester, Vereinigtes Königreich | Rotterdam, Niederlande | Jūrmala, Lettland | Lugo, Spanien | Skellefteå, Schweden | Alessandria, Italien | Funchal, Portugal | |
| 2016 | Mailand, Italien | Wiesbaden, Deutschland | Toulouse, Frankreich | Vaasa, Finnland | Kaposvár, Ungarn | - | - | |
| 2015 | Borås, Schweden | Helsinki, Finnland | Ljubljana, Slowenien | Arona, Spanien | Stadt Luxemburg, Luxemburg | Logroño, Spanien | Budapest, Ungarn | |
| 2014 | Göteborg, Schweden | Grenoble, Frankreich | Poznań, Polen | Belfast, Vereinigtes Königreich | Dresden, Deutschland | Burgos, Spanien | Málaga, Spanien |
| Jahr | Gewinner | Zweitplatzierter | Zweitplatzierter | Zweitplatzierter | Besondere Erwähnung | Besondere Erwähnung | Besondere Erwähnung | Besondere Erwähnung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | Berlin, Deutschland | Nantes, Frankreich | Stockholm, Schweden | - | Gdynia, Polen | Bilbao, Spanien | Pamplona, Spanien | Tallaght, Irland | ||
| 2012 | Salzburg, Österreich | Krakau, Polen | Marburg, Deutschland | Santander, Spanien | Terrassa, Spanien | Ljubljana, Slowenien | Olomouc, Tschechien | Grenoble, Frankreich | ||
| 2011 | Ávila, Spanien | Barcelona, Spanien | Köln, Deutschland | Turku, Finnland | Barnsley, Vereinigtes Königreich | Dublin, Irland | Grenoble, Frankreich | Malmö, Schweden |

Helena Dalli
EU-Kommissarin für Gleichheitspolitik
Vorwort
Barrierefreiheit ermöglicht Rechte, Autonomie, Gleichheit, selbstständiges Leben und Freiheit.
Sie ist eine Voraussetzung dafür, dass die 87 Millionen Menschen mit Behinderung in Europa sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität in der Lage sind, vollständig an allen Lebensbereichen teilzunehmen.
Ich freue mich, die Broschüre zum Access City Award 2023 vorstellen zu können. Darin würdigen wir die guten Praktiken der diesjährigen Gewinner und möchten weitere europäische Städte dazu ermuntern, für alle eine barrierefreie Umgebung zu schaffen.
In Europa hat jeder vierte Erwachsene eine Form von Behinderung, mehr als ein Fünftel der EU-Bevölkerung ist 65 Jahre oder älter und rund 75 % aller Europäer leben in Städten. Das Schaffen von Barrierefreiheit ist wichtig, denn alle haben Nutzen davon. Es hilft beim Aufbau integrativer Umgebungen mit guter Entwicklung. Indem die Städte Barrierefreiheit oben auf die Agenda setzen, zeigen sie ihr Engagement für die Umsetzung konkreter Lösungen zum Verbessern der Lebensbedingungen der Menschen.
Die EU hat im Bereich Barrierefreiheit im letzten Jahrzehnt viel erreicht. Dennoch erleben immer noch Millionen von Menschen mit Behinderung jeden Tag strukturelle Diskriminierung und Hindernisse in ihrem Alltag, z. B. wenn sie versuchen sich Zugang zu Informationen, Gebäuden, urbanem Umfeld und Verkehrsmitteln zu verschaffen.
Die Barrierefreiheit stellt deswegen einen Eckpfeiler der EU-Strategie zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen 2021–2030 dar und wir müssen sicherstellen, dass sie auf allen Ebenen Priorität bleibt, auch in den Mitgliedstaaten.
Mit dem Access City Award würdigt die Europäische Kommission das Engagement der Städte in der gesamten EU für den Abbau von Barrieren und für das Planen und Umsetzen von Barrierefreiheit. Ihre Anstrengungen tragen zum Aufbau einer Union der Gleichheit bei.
Ich gratuliere der Stadt Skellefteå zum Gewinn des 1. Preises des Access City Award 2023. Ihr starkes Überwachungs- und Evaluierungssystem, Ihre finanzielle Unterstützung für Organisationen von Menschen mit Behinderung und Ihr Fokus auf barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnologie zeigen Ihr anhaltendes Engagement für Barrierefreiheit.
Einleitung
Mit dem Access City Award werden europäische Städte für ihre Bemühungen ausgezeichnet, ihre Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung zu verbessern. Dieser Preis bietet Städten eine Chance, ihre Lösungen zur Umgestaltung der Erfahrungen ihrer Bürger durch den Abbau von Barrieren zu präsentieren und sich als Referenz für bewährte Verfahren, die auch andere Städte erstreben, zu etablieren.
In barrierefreien Städten können Menschen mit Behinderung ohne Hindernisse im Alltag gleichberechtigt mit anderen Menschen leben. Barrierefreiheit hat einen großen Anwendungsbereich, der alle Aspekte des Stadtlebens betrifft – von öffentlichen Verkehrsmitteln und Infrastruktur bis hin zu Verwaltung, Freizeit und Webdiensten. In barrierefreien Städten können sich auch Personen mit eingeschränkter Mobilität leichter fortbewegen, wie z. B. ältere Menschen, Personen mit Kinderwagen, Menschen mit vorübergehenden Behinderungen.
Um den Access City Award können sich alle Städte in der EU mit mehr als 50 000 Einwohnern bewerben. Zunächst bewerten nationale Jurys alle Bewerbungen aus dem eigenen Land. Anschließend bewertet eine EU-Jury aus Experten für Barrierefreiheit die Bewerbungen, die es dort in die Vorauswahl geschafft haben, und wählt den Gewinner und die beiden Nächstplatzierten aus.
Die EU-Jury zeichnet auch jedes Jahr Städte mit einer besonderen Erwähnung aus, die in einem bestimmten Bereich besonders große Fortschritte geleistet haben. In diesem Jahr vergab die Jury besondere Erwähnungen für Informations- und Kommunikationstechnologie, bauliche Umgebung und Verkehr.
Skellefteå Schweden
Die Küstenstadt Skellefteå im Norden Schwedens gehört zur Provinz Lappland. Dort bringt der Winter seine ganz eigenen Probleme für die Barrierefreiheit mit sich. Seit dem Gewinn des dritten Platzes beim Access City Award 2020 hat Skellefteå weiter die Barrierefreiheit zur Priorität gemacht und sich weiter damit beschäftigt, wie die Stadt mit einem starken Beaobachtungs- und Evaluierungssystem zugänglicher gestaltet werden kann.
Strategische Arbeit mit starker Entschlossenheit und richtiger Ausrichtung funktioniert. Sie ermöglicht es den Menschen, aktiv zu sein, sichert die Teilhabe und bewegt uns hin zu einer gleichberechtigten und stärkeren Gesellschaft. Durch Zusammenarbeit erreichen wir mehr Veränderungen zum Aufbau eines integrativeren Skellefteå, für eine Zukunft, die sich nur mit vollständiger Barrierefreiheit zufrieden gibt.
Elin Brännström, Teilnahmekoordinatorin für Skellefteå
Barrierefreiheit für alle in allen Bereichen
Die städtische Strategie von Skellefteå für Barrierefreiheit und Teilhabe „Ett Skellefteå för alla 2015–2025“ (Ein Skellefteå für alle 2015–2025) wird auf der höchsten Ebene durch den Stadtrat umgesetzt. Letztendliches Ziel ist die uneingeschränkte Teilhabe aller Bürger auf allen Ebenen der Gesellschaft. Dies wird in drei Schwerpunktbereichen verwirklicht: verbesserte Barrierefreiheit, stärkere Sensibilisierung sowie bessere Bildung und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.
Skellefteå verfolgt einen systematischen und umfassenden Ansatz für die Barrierefreiheit, auch in allen Bauplänen und öffentlichen Beschaffungsverfahren sowie durch die kommunale Politik für barrierefreie öffentliche Räume. Diese Politik soll die Kohärenz der Maßnahmen zur Barrierefreiheit in der Stadt in mehreren Bereichen wie Fußgängerüberwegen, taktilen Wegen und Bushaltestellen verbessern.
Außerdem nutzte Skellefteå die Mittel aus dem vorherigen Access City Award für die weitere Verbesserung der Barrierefreiheit. Spezifische, in der Wintersaison umgesetzte Maßnahmen veranschaulichen, wie sich die Stadt dafür einsetzt, das ganze Jahr über für alle zugänglich zu bleiben.
Straßenkreuzungen und taktile Wege in Skellefteå machen die Stadt sicherer und barrierefreier
Ein starkes System für stetige Verbesserung
Das Beobachtungs- und Evaluierungssystem von Skellefteå ist ein besonderes Highlight des anhaltenden Engagements der Stadt für Barrierefreiheit. Wenige Kommunen arbeiten mit Beobachtung und Evaluierung, stellten die Juroren fest. Sie waren sich einig, dass die Messung des Fortschritts im Laufe der Zeit ein wichtiger Aspekt ist, um die Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung zu ermutigen, Barrierefreiheit Priorität einzuräumen.
Finanzierung zum Unterstützen von besserer Repräsentation und barrierefreien Einrichtungen und Dienstleistungen
In Skellefteå gibt es 850 zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter 30 Vertretungsorganisationen für Menschen mit Behinderungen. Alle Mitgliedsorganisationen können finanzielle Unterstützung bei der Gemeinde beantragen und für Vertretungsorganisationen stehen großzügige Finanzhilfen zur Verfügung. Subventionen sind auch für Organisationen verfügbar, die ihre allgemeinen Dienstleistungen und Einrichtungen barrierefrei machen wollen.
Sensibilisierung von Mitarbeitern und Politikern
Die Gemeinde Skellefteå hat sich zum Ziel gesetzt, durch einen neuen, lokal entwickelten interaktiven Bildungskurs über das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen Wissen aufzubauen und das Bewusstsein zu schärfen. Dieser Kurs ist für alle städtischen Mitarbeiter Pflicht und im Herbst 2022 nahmen 62 Politiker der Gemeinde daran teil.
Technologie ist ein Schlüssel zur Stadt für Menschen mit Behinderung
Die Gemeinde Skellefteå, Vertreter von Menschen mit Behinderung und das Tourismusbüro Visit Skellefteå haben zusammengearbeitet, damit barrierefreie Unterkünfte und Einrichtungen einfacher gefunden werden. Dazu gehört ein Verzeichnis des Grads der Barrierefreiheit in öffentlichen Räumlichkeiten, das auf der Website der Gemeinde gehostet wird.
Öffentliche Spielplätze und Straßen in Skellefteå sind gut zugänglich, haben taktile Hinweisschilder und Bodenheizung, damit Schnee und Eis nicht zur Gefahr für Menschen mit Behinderung und andere Bürger werden können. Der zentrale Park der Stadt und das nahe gelegene Flussgebiet sind funktionale und barrierefreie Treffpunkte mit taktilen Wegen, Sitzgelegenheiten, einem Außenaufzug und mehreren taktilen Karten. Zur Ausstattung der Busse im Netz von Skellefteå gehören Niederflurböden, die sich auf Bordsteinhöhe neigen lassen, Rampen, Textbildschirme und es gibt Durchsagen.
Das politische Engagement für Barrierefreiheit und Inklusion für alle Einwohner ist ein Schlüssel zu unserem Erfolg. Wir glauben auch fest an universelles Design und daran, die Dinge von Anfang an richtig zu machen. Was für Menschen mit Behinderung funktioniert, ist fast immer auch für den Rest von uns etwas bequemer. Wir beabsichtigen die Barrierefreiheit und Inklusion für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten in alle in der Stadt stattfindenden Aktivitäten und Projekte einfach mit einzubeziehen, anstatt sie als einzelne Probleme zu behandeln.
Elin Brännström, Teilnahmekoordinatorin für Skellefteå
Das neue Kulturzentrum von Skellefteå, SARA, verfügt über eine Augmented-Reality-App, mit der das Fortbewegen und Erleben einfacher wird. Sie umfasst unter anderem 3D-Kartierung, Routenplanung und eine Audiofunktion für sehbehinderte Menschen, um Barrierefreiheit für die gesamte Gemeinschaft zu garantieren.
Zum Verringern potenzieller Gefahren für Menschen mit Behinderung bieten eine städtische Webseite und ein SMS-Dienst für Sehbehinderte aktuelle Informationen über Bauarbeiten auf den Straßen von Skellefteå sowie über andere mögliche Hindernisse. Die Stadt verfügt auch über eine Schulungsabteilung für junge Menschen mit geistiger Behinderung. Sie ermöglicht ihnen das Erkunden von Technologien und Arbeitsweisen, die sie beim Führen eines unabhängigeren Erwachsenenlebens unterstützen können.
Auf diese Weise stellt Skellefteå nicht nur Technologien zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung zur Verfügung, sondern hilft ihnen auch, das Wissen und die Fähigkeiten zu erlernen, die sie zu deren Nutzung benötigen.
Das Kulturzentrum von Skellefteå verwendet eine Augmented-Reality-App, um Sehbehinderten die Fortbewegung zu erleichtern
Córdoba Spanien
Córdoba ist eine der ältesten Städte Europas und liegt in einem Gebiet zwischen Bergen und dem Guadalquivir-Flusstal. Die Stadt legt großen Wert auf universelle Barrierefreiheit und konzentriert sich insbesondere auf inklusiven Tourismus und öffentlich-private Partnerschaften.
Wir sind uns bewusst, dass es immer noch viel zu tun gibt, um perfekte Barrierefreiheit zu erreichen, aber wir können Ihnen versichern, dass unsere Stadt von Jahr zu Jahr besser wird. Letztendlich ist die Stadt Córdoba bei der Verwaltung dieses schönen Flecks auf der Erde für das Wohl aller Bürger und Gäste mit oder ohne Behinderung verantwortlich. Wir tun das für alle und alle sind hier immer willkommen.
José María Bellido, Bürgermeister von Córdoba
Kulturerbeerlebnis für alle
Córdoba hat die größte Altstadt Spaniens, ist die einzige Stadt der Welt mit vier UNESCO-geschützten Stätten und bei Touristen beliebt. Allein die Moschee-Kathedrale von Córdoba zieht jährlich bis zu 2 Millionen Besucher an. Vor diesem Hintergrund zielen die von der Delegation für Inklusion und Barrierefreiheit durchgeführten Maßnahmen auf die Förderung kontinuierlicher und umfassender Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit für Touristen ab, die die Stadt besuchen.
Ein wichtiger Teil des kulturellen Programms von Córdoba ist das Festival „Patios de Córdoba“, bei dem die Bewohner ihre Innenhöfe für die Öffentlichkeit öffnen. Während des Festivals werden mobile Rampen für Rollstuhlfahrer oder Personen mit eingeschränkter Mobilität mit für sie reservierten Parkplätzen aufgebaut.
Córdobas Museum Julio Romero de Torres ist das erste zu 100 % barrierefreie Museum in Spanien, was das strategische Engagement der Stadt für integrative Kultur unterstreicht. Das Museum ist mit Hörschleifen- und Radiofrequenzsystemen, Reliefbildern (an der Wand befestigten taktilen Skulpturen) und Audiodeskriptionen der Exponate in 34 Sprachen sowie in spanischer Gebärdensprache ausgestattet. Es gibt auch eine barrierefreie Route vom historischen Stadtzentrum zum Museum.
Derzeit werden Bauarbeiten zur Verbesserung der Barrierefreiheit für Rollstühle im „Alcázar de los Reyes Cristianos“ (Schloss der christlichen Könige) durchgeführt. Bisher haben die Arbeiten die allgemeine Barrierefreiheit des Denkmals um 90 % verbessert.
Und schließlich hilft ein spezielles Schulungsprogramm mit insgesamt 355 Lernstunden öffentlichen und privaten Tourismusunternehmern, Besucher mit Behinderungen besser zu unterstützen.
In den Kulturstätten und Erholungsgebieten von Córdoba werden Rampen aufgebaut, um die Zugänglichkeit für Rollstühle zu verbessern
NaviLens-Codes helfen sehbehinderten Nutzern, das öffentliche Verkehrsnetz von Córdoba selbstständig zu nutzen.
Barrierefreiheit im gesamten Verkehrsnetz
In Córdoba können persönliche Assistenten von Menschen mit Behinderung den öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen und Busfahrer werden darin geschult, mit Menschen mit Behinderung umzugehen. Durch eine von der Stadt entwickelte App können Nutzer mit eingeschränkter Mobilität im Voraus ganz einfach einen mit Sensoren ausgestatteten Parkplatz reservieren. Bahnhöfe sind ebenfalls barrierefrei.
Mit Mitteln von NextGenerationEU werden 220 Bushaltestellen in Córdoba zu 100 % barrierefrei gemacht, unter anderem durch die Installation des NaviLens-Systems. NaviLens hilft sehbehinderten Nutzern selbstständiger zu sein. Insgesamt wird das System in Córdoba schon an 50 Taxiständen genutzt. Bisher wurden über 4 000 Interaktionen mit NaviLens-Codes durchgeführt, die an 34 Bushaltestellen installiert sind, und über 1 200 mit Codes, die im Museum Julio Romero de Torres installiert sind.
Inklusive Bereiche zum Wohlfühlen für alle
Córdoba verwendet Piktogramme, um Kindern mit Behinderung das Spielen zu erleichtern, sowie angepasste Möbel in Erholungsgebieten für Menschen mit Mobilitätseinschränkung.
Durch Piktogramme wie dieses können Kinder mit Behinderung Freizeitanlagen besser verstehen und damit spielen
Ljubljana Slowenien
Ljubljana ist als Hauptstadt und größte Stadt Sloweniens das kulturelle Zentrum des Landes und hat ein reiches historisches Erbe. Schon bei den Access City Awards 2015 und 2018 gewann die Stadt Preise. Seitdem hat sie hart daran gearbeitet, noch barrierefreier zu werden und ist Vorreiter für andere slowenische Städte.
Ljubljana ist eine Stadt, in der unterschiedliche Menschen mit Respekt füreinander zusammenleben. Wir schaffen die notwendigen Voraussetzungen dafür, dass alle ein erfülltes und qualitativ hochwertiges Leben führen können. Barrierefreiheit für alle ist eines der wichtigsten Themen, die wir immer bei der Neugestaltung der Stadt berücksichtigen müssen. Ist die Stadt für die am stärksten benachteiligten Gruppen barrierefrei, dann ist sie für alle barrierefrei und freundlich.
Zoran Jankovićlin, Bürgermeister der Stadt Ljubljana
Ein Tastmodell der Burg von Ljubljana steht im Innenhof
Großartiges Kulturerlebnis für jeden Besucher
In der Altstadt von Ljubljana gibt es barrierefreien Zugang für Fußgänger zu den Straßen, Plätzen und Brücken über den Fluss Ljubljanica. Insgesamt wurden 13 Fußgängerbrücken für mehr Barrierefreiheit gebaut oder renoviert. Von den 13 kostenlosen öffentlichen Toiletten sind 10 barrierefrei für alle.
Die Fleischerbrücke (Brücke der Verliebten von Ljubljana) hat eine frei zugängliche Ein- und Ausstiegsstation für Flussboote und die Burg von Ljubljana ist über eine barrierefreie Standseilbahn zugänglich. Im Innenhof steht ein Tastmodell der Burg für Sehbehinderte, mit dem sie die Burgarchitektur ertasten können.
Damit wirklich alle die weitläufigen Grünflächen von Ljubljana genießen können, hat die Stadt in barrierefreie Stadtgärten investiert. Dafür wurden auch mehr als 3 000 Bänke aufgebaut. Mehrere öffentliche Spielplätze wurden ebenfalls verbessert, um sie barrierefreier zu machen.
Sichere Fortbewegung in der Stadt
In der Innenstadt von Ljubljana wurden ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer bestimmte Bereiche ausgeweitet und mit gleichmäßig verlegtem Pflaster, taktilen Bodenmarkierungen, abgesenkten Bordsteinen und Rampen verbessert. Mehr als 80 % der Fußgängerüberwege sind mit akustischer Signalisierung ausgestattet und 2 % der Parkplätze sind für Menschen mit Behinderung reserviert.
Kostenlose Elektrofahrzeuge, einschließlich rollstuhlgerechter Autos, stehen den Bürgern in der ganzen Stadt zur Verfügung. Alle Stadtbusse sind Niederflurwagen und 96 % davon haben Videomeldungen und Tondurchsagen. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadt und zwischen Städten ist auch für Bewohner mit Behinderungen und ihre persönlichen Assistenten sowie für ältere Menschen kostenlos.
Aufgrund von Vergünstigungen, wie Sonderausweisen, mit denen sie schnell Hilfe von Fahrern in Stadtbussen anfordern können, können Menschen mit Behinderung die öffentlichen Verkehrsmittel in Ljubljana sicher nutzen.
Kostenlose Elektrofahrzeuge, einschließlich rollstuhlgerechter Autos, stehen überall in Ljubljana zur Verfügung
Innovative mobile App
Seit 2018 können Besucher von Ljubljana die kostenlose App „Ljubljana by Wheelchair“ herunterladen, um Informationen für Rollstuhlfahrer zu erhalten. Die App zeigt Informationen über barrierefreie Bereiche in der Stadt an und erleichtert Menschen mit Behinderung die Fortbewegung.
Intelligente digitale Lösungen (einschließlich eines barrierefreien Webportals für den Bürgerinitiativendienst) tragen dazu bei, einen einfacheren und schnelleren Zugang zu Informationen sowie Möglichkeiten zur Beteiligung für alle zu ermöglichen..
Die App „Ljubljana by Wheelchair“ bietet relevante und aktuelle Informationen zur Barrierefreiheit in der ganzen Stadt
Aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderungen
Ljubljana hat vor Kurzem einen strategischen Plan für Barrierefreiheit veröffentlicht, der sowohl private als auch öffentliche Akteure einbezieht und klare Maßnahmen enthält, um die Stadt bis 2025 barrierefreier zu gestalten.
Menschen mit Behinderung werden durch die Bürgermeisterberatungsgremien SOAKO und SVSO direkt in die Stadtpolitik mit einbezogen. SOAKO setzt sich zusammen aus Menschen mit Behinderung, Vertretern von Organisationen für Menschen mit Behinderung, Architekten und Stadtverwaltungsbeamten. Das Beratungsgremium setzt Initiativen zum Beseitigen und Verhindern architektonischer und kommunikativer Barrieren für Menschen mit Behinderung um. Es schlägt auch praktische Lösungen für die zuständigen Stellen in der Stadtverwaltung vor.
Neben der Politikgestaltung werden zudem Menschen mit Behinderung in die praktische Umsetzung der Politik mit einbezogen. Dazu gehören die Erprobung barrierefreier Lösungen im öffentlichen Raum, wie z. B. taktile Bodenmarkierungen, Testfahrten mit Stadtbussen und das Testlesen von leicht lesbaren Informationen. Auf diese Weise sind Menschen mit Behinderung wertvolle Partner, um die Stadt offen und barrierefrei für alle zu machen.
Ljubljana konsultiert regelmäßig Menschen mit Behinderung im Rahmen der Entscheidungsfindung, um die spezifischen Dienstleistungen und Maßnahmen besser zu verstehen, die ihre Integration, Autonomie und ihr unabhängiges Leben unterstützen können.
Mérida Spanien
Mérida, eine historische Stadt im Südwesten Spaniens, wurde 1993 aufgrund ihrer reichen römischen Geschichte zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, den Zugang aller Bürger zu ihrer kulturellen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu fördern, und ist ständig bestrebt, eine Stadt für alle zu werden.
In Mérida führen wir ein Projekt des städtischen und sozialen Wandels durch, dessen Grundlage universelle Barrierefreiheit ist. Wir verstehen, dass der einzige Weg zur Förderung des erforderlichen Wandels für die Umsetzung, die Transversalität von Maßnahmen und Politik ist. Nur durch universelle Barrierefreiheit und ein Sozialmodell können wir unser Ziel erreichen: dass ausnahmslos alle Menschen die gleichen Möglichkeiten als Bürger haben.
Antonio Rodríguez Osuna, Bürgermeister von Mérida
Besucher der Ruinen und Denkmäler von Mérida können mit ihren Mobiltelefonen interaktive Tafeln scannen und so audiovisuelle Informationen abrufen
Mérida hat sich konsequent für die Förderung der universellen Barrierefreiheit eingesetzt und die Zusammenarbeit mit Vertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderung gefestigt. Insbesondere hat die Stadt Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt, um Kulturveranstaltungen und historische Stätten barrierefreier zu machen.
Innovative Verwendung von IKT bei Kulturveranstaltungen und in historischen Stätten
Mérida ist eine sehr alte Stadt, die bestrebt ist, ihr Erbe zu respektieren und gleichzeitig barrierefreier zu werden. Sie legt besonderen Schwerpunkt auf die Verbesserung der Zugänglichkeit zu ihren Kulturveranstaltungen und historischen Stätten.
Um die faszinierende Geschichte von Mérida für mehr Menschen zugänglich zu machen, hat die Stadt an ihren Ruinen und Denkmälern barrierefreie interaktive Tafeln angebracht.
Bei dem jährlich stattfindenden Stone and Music Festival im römischen Theater werden vibrierende Säcke verwendet, damit Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen die Musik besser erleben können. Darüber hinaus arbeitet das Internationale Festival für klassisches Theater in Mérida mit „Plena inclusión“ (einer Organisation, die Menschen mit geistigen oder entwicklungsbedingten Behinderungen unterstützt), ONCE (einer Stiftung, die sehbehinderte Menschen unterstützt) und Audiosigno (sensorische Zugänglichkeitsdienste) zusammen, um die Aufführungen zugänglicher zu machen und es allen zu ermöglichen, klassisches Theater zu genießen.
Mérida hat „Tage ohne Lärm“ auf dem Stadtfest und beim Umzug der Heiligen drei Könige eingeführt. An diesen Tagen wird die Musik zu bestimmten Zeiten ausgeschaltet, damit Menschen mit Autismus und anderen sensorischen Empfindlichkeiten dabei sein können, ohne überreizt zu sein.
Die in unserer Stadt lebenden Menschen vertrauen darauf, dass wir ihr Leben durch das Fördern globaler Projekte auf lokaler Ebene verbessern und dass Mérida eine Stadt ist, die ihr Erbe universeller, barrierefreier und inklusiver macht. Ein Erbe, das Teil des Lebens der Bürger von Mérida und aller Menschen ist, die uns besuchen. Ein Erbe, das gelebt und genossen wird.
Antonio Rodríguez Osuna, Bürgermeister von Mérida
In den Sommer- und Weihnachtsferien können Kinder an inklusiven städtischen Ferienspielen teilnehmen, die das Erbe der Stadt zugänglicher machen. Bei den Ferienspielen erhalten Kinder besondere Hilfe, um einfacher Sport treiben, Theater und Musikveranstaltungen besuchen sowie an Führungen teilnehmen zu können. Das öffentliche Schwimmbad ist jetzt durch den Einbau eines Aufzugs barrierefrei. Auch in vielen Spielbereichen der Stadt wurden barrierefreie Elemente eingeführt.
Repräsentation
Die wichtigsten öffentlichen Gebäude von Mérida verfügen über Induktionsschleifen. Dadurch können mehr Menschen an städtischen Aktivitäten, Foren und Veranstaltungen teilnehmen. Seit 2015 gibt es in der Stadt auch ein eigenes Stadtverwaltungsressort für die Rechte und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Strategien zur Barrierefreiheit werden unter Berücksichtigung eines Inklusionsplans erarbeitet. Der Plan wurde in Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung, ihren Familien und Vertreterverbänden erstellt. Er beinhaltete auch eine umfangreiche Zusammenstellung von Informationen durch Tests, Treffen und Interviews. Dann diskutierten Mitglieder der Stadtverwaltung und kamen zu Beschlüssen darüber. Von den 101 Maßnahmen des Inklusionsplans hat die Stadt bereits 50 auf den Weg gebracht und bisher 2,1 Millionen Euro investiert.
Inklusive städtische Ferienspiele machen das Erbe von Mérida für Kinder barrierefreier, unter anderem durch Führungen
Hamburg Deutschland
Die zweitgrößte deutsche Stadt, Hamburg, zieht jedes Jahr Millionen von Touristen an. Über die Flüsse und Kanäle der Stadt führen rund 2 500 Brücken. Damit ist sie die Stadt mit der höchsten Anzahl von Brücken in Europa. Mit etwa 1,9 Millionen Einwohnern entwickelt Hamburg sein Stadtbild stetig weiter, um eine inklusivere Stadt für Menschen mit Behinderung zu werden.
Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht und sie ist wichtig für die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs und Deutschlands. Wenn Menschen auf Barrieren stoßen, können sie nicht voll an der Gesellschaft teilhaben und verlieren dadurch ihre Unabhängigkeit. Insofern ist Barrierefreiheit auch ein elementarer Teil der Demokratie. Eine moderne, zukunftsorientierte, demokratische Gesellschaft ist barrierefrei und inklusiv, und das ist es, was wir uns für Hamburg wünschen.
Ulrike Kloiber, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
Mehr Barrierefreiheit durch innovative Ideen
Hamburg legt im Rahmen seiner Arbeit im Bereich des privaten und staatlich geförderten Wohnungsbaus weiterhin großen Wert auf Barrierefreiheit. Der Hamburger Hafen, der zu den größten Häfen der Welt gehört, ist eine der Hauptattraktionen der Stadt und ein großartiges Beispiel für einen Touristenort, der sehr gut erreichbar ist. Hamburg hat auch innovative Konzepte wie das „Zukunftstaxi“ eingeführt. Dieses Konzept sieht Zuschüsse für den Betrieb von emissionsfreien Taxis vor, die Rollstuhlfahrer transportieren können.
Das „Zukunftstaxi“ ist ein großer Schritt in Richtung Barrierefreiheit in Hamburg
Aktive Beteiligung in der ganzen Stadt
Hamburg verfolgt einen konsolidierten Ansatz für Barrierefreiheit, der die Einbeziehung von Interessengruppen und koordinierte Maßnahmen zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor umfasst. Ein Beispiel ist die Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen – ein Zusammenschluss von fast 70 Organisationen von Menschen mit Behinderung. Diese Arbeitsgemeinschaft setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bei Behörden und Institutionen ein.
Die breite Ausrichtung Hamburgs bedeutet, dass die Stadt viel erreicht hat, um barrierefreier zu werden. Das reicht von der Schulung von Taxifahrern im Umgang mit Kunden mit Behinderungen bis hin zu barrierefreien Onlinediensten der öffentlichen Verwaltung.
Zusammenarbeit und aktive Beteiligung waren wichtige Faktoren für den Erfolg Hamburgs im Bereich der Barrierefreiheit
Wege für Menschen mit Behinderungen
Hamburg strebt die Einrichtung eines Instituts für Inklusive Bildung an, damit Menschen mit geistiger Behinderung an Hochschulen lehren können. Darüber hinaus verfügt die Stadt über ein eigenes Gesetz, das Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, das wie das Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen darauf abzielt, ein selbstbestimmtes Leben und eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft zu etablieren.
Grenoble Frankreich
Umgeben von Bergen im Südosten Frankreichs engagiert sich Grenoble seit langem für Barrierefreiheit. Die Stadt gewann den zweiten Preis beim Access City Award 2013 und wurde 2020 vom französischen Behindertenverband APF France handicap als „erste barrierefreie Stadt“ ausgezeichnet.
Wir wollen jedem die Möglichkeit geben, sich an der Gestaltung unserer Stadt nach dem Motto ‚Nichts über uns, ohne uns‘ zu beteiligen. Unsere öffentlichen Verkehrsmittel sind gut ausgestattet: Unsere Straßenbahn war die erste barrierefreie Straßenbahn der Welt und wir konzentrieren uns jetzt darauf, Menschen mit körperlichen Behinderungen barrierefreien Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Luis Beltran-Lopez, zuständiger Stadtrat für Barrierefreiheit und Behinderungen in der Stadtverwaltung
Grenoble hat große Fortschritte bei der Barrierefreiheit des öffentlichen Nahverkehrs gemacht
Barrierefreie Fortbewegung in der Stadt
Grenoble hat ein starkes Konzept für Barrierefreiheit im Verkehr. Die Busse und Straßenbahnen des öffentlichen Nahverkehrs der Stadt wurden barrierefrei gestaltet und es wird derzeit daran gearbeitet, angepasste Fahrräder zur Verfügung zu stellen.
Gezielte Sensibilisierungskampagne
Beim Monat der Barrierefreiheit in Grenoble gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, die das Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen, ihre Bedürfnisse und ihre Herausforderungen schärfen sollen. Die Stadt kümmert sich auch um Begehungen, um die Situation vor Ort zu beurteilen. Jedes Jahr erstellt Grenoble einen Bericht über den Stand der Barrierefreiheit privater und öffentlicher Einrichtungen und stellt die Ergebnisse auf der Sitzung der kommunalen Barrierefreiheitskommission vor.
Die Sitzung der kommunalen Barrierefreiheitskommission erörtert den Stand der Barrierefreiheit in Grenoble
Grenoble verbessert seine Einrichtungen, um Sport zugänglicher zu machen
Anpassung von Einrichtungen
Der bis 2025 laufende Ad’Ap-Plan verfolgt das Ziel der Umgestaltung von Gebäuden in Grenoble wie etwa Schulen, Kulturzentren und Sportanlagen. Dadurch kann die Stadt mehr Sportprojekte verwirklichen. Mehr als 40 Einrichtungen wurden bereits behindertengerecht angepasst.
Repräsentation bei der Entscheidungsfindung
Mit Finanzierung aus dem kommunalen Haushalt von Grenoble reichen Einwohner Projekte ein und stimmen über diese ab. Dadurch kommen neue soziale Inklusionsprojekte zustande. Beispiele dafür sind die Gründung von Vereinen zur Unterstützung autistischer Kinder, die die Schule abgebrochen haben, oder die Schaffung von Spielplätzen, die „Handiparks“ genannt werden. Diese Parks sind für Kinder mit oder ohne Behinderung gedacht und fördern so die Vielfalt vom frühesten Alter an.
Teilnahme am Access City Award 2024
Sie können dabei helfen, Menschen mit Behinderung das Leben zu erleichtern. Machen Sie mit und bewerben Sie sich jetzt für den Access City Award 2024.
Der Access City Award wird von der Europäischen Kommission in Partnerschaft mit dem Europäischen Behindertenforum organisiert. Dieser Preis würdigt die Arbeit der Städte für mehr Barrierefreiheit, insbesondere für Menschen mit Behinderungen.
Die Teilnahme am Award stellt eine Möglichkeit dar, europaweit Anerkennung zu erhalten, und bietet die einzigartige Chance, die aktuelle Situation in der Stadt zu bewerten. Sie bietet außerdem die Gelegenheit des Erfahrungsaustauschs mit anderen europäischen Städten, um eine noch schönere Stadt zum Leben und Besuchen zu werden.
Die Gewinnerstädte erhalten einen Geldpreis:
- 1. Preis: 150 000 EUR
- 2. Preis: 120 000 EUR
- 3. Preis: 80 000 EUR
Städte mit mehr als 50 000 Einwohnerinnen und Einwohnern können sich bewerben
Der Auswahlprozess gliedert sich in zwei Phasen: die Vorauswahl auf nationaler Ebene und die Endauswahl auf europäischer Ebene. Die nationalen Jurys in jedem Land wählen anhand der von der Europäischen Kommission vorgegebenen Bewertungskriterien unter den nationalen Bewerbern maximal drei Städte aus. Diese Vorauswahl gelangt in die zweite Phase des Wettbewerbs und wird von der europäischen Jury bewertet.
Bewerben können sich die Behörden von Städten mit über 50 000 Einwohnerinnen und Einwohnern in einem EU-Mitgliedstaat. In Mitgliedstaaten mit weniger als zwei Städten dieser Größe können auch städtische Gebiete, die aus zwei oder mehr Städten bestehen, teilnehmen, wenn ihre Gesamteinwohnerzahl 50 000 Einwohner übersteigt.
Da der Access City Award nicht in zwei aufeinanderfolgenden Jahren von derselben Stadt gewonnen werden kann, darf die Gewinnerstadt des Jahres 2023 nicht wieder im Jahr 2024 teilnehmen. Der Award möchte alle anderen Städte, auch die Gewinner des zweiten und dritten Preises sowie die Städte mit besonderer Erwähnung, zur erneuten Teilnahme anregen.
Bewerbungen sind möglich durch das Ausfüllen und Einreichen eines Online-Bewerbungsformulars innerhalb der festgelegten Frist. Zu Beginn der Bewerbungsfrist werden ein Leitfaden und Teilnahmebedingungen veröffentlicht, um Ihnen bei der Bewerbung zu helfen.
Sie werden in sämtlichen offiziellen EU-Sprachen auf der Website für den Access City Award 2024 vorliegen.
ec.europa.eu/social/accesscityaward2024
Auswahlverfahren und Kriterien
Die Jurys werden die getroffenen und geplanten Maßnahmen in den folgenden Bereichen prüfen:
- bauliche Umgebung und öffentlicher Raum,
- Verkehr und zugehörige Infrastruktur,
- Information und Kommunikation, einschließlich neuer Technologien,
- öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen.
Die Jurys bewerten die Bewerbungen unter Berücksichtigung der folgenden sechs Kriterien:
- Reichweite der Maßnahmen,
- Verantwortlichkeit, Maß an Engagement,
- Wirkung,
- Qualität und Nachhaltigkeit der Ergebnisse,
- Einbindung von Menschen mit Behinderungen und einschlägigen Partnern,
- soziale Innovation.
Behalten Sie unsere Website für Neuigkeiten zu den endgültigen Kriterien immer im Blick.
Der Gewinner des Access City Award 2024 wird am 1. Dezember 2023 bekannt gegeben. Die Preisverleihung ist Teil der jährlichen Konferenz zur Feier des Europäischen Tages der Menschen mit Behinderungen (vom 30. November bis zum 1. Dezember 2023).
Kontakt
Das Sekretariat des Access City Award kann bei der Vorbereitung Ihrer Bewerbung behilflich sein. Für weitere Informationen wenden Sie sich an: secretariat@accesscityaward.eu
Zu dieser Veröffentlichung
Luxemburg: Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, 2023
© Europäische Union, 2023
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