16.4.2011   

DE

Amtsblatt der Europäischen Union

C 120/2


Beschluss des Gerichtshofs (Siebte Kammer) vom 15. Dezember 2010 (Vorabentscheidungsersuchen der Commissione tributaria provinciale di Taranto — Italien) — Soc Agricola Esposito srl/Agenzia delle Entrate — Ufficio di Taranto 2

(Rechtssache C-492/09) (1)

(Art. 92 § 1, 103 § 1 und 104 § 3 Abs. 2 der Verfahrensordnung - Elektronische Kommunikationsnetze und -dienste - Richtlinien 2002/20/EG, 2002/21/EG und 2002/77/EG - Staatliche Genehmigungsgebühr - Teilweise Unzulässigkeit - Fragen, deren Beantwortung keinen Raum für vernünftige Zweifel lässt)

2011/C 120/03

Verfahrenssprache: Italienisch

Vorlegendes Gericht

Commissione tributaria provinciale di Taranto

Parteien des Ausgangsverfahrens

Klägerin: Soc Agricola Esposito srl

Beklagte: Agenzia delle Entrate — Ufficio di Taranto 2

Gegenstand

Vorabentscheidungsersuchen — Commissione tributaria provinciale di Taranto — Auslegung von Art. 9 Abs. 1 der Richtlinie 2002/21/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. März 2002 über einen gemeinsamen Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste (ABl. L 108, S. 33) sowie der Art. 12 und 13 der Richtlinie 2002/20/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. März 2002 über die Genehmigung elektronischer Kommunikationsnetze und -dienste (ABl. L 108, S. 21) — Auferlegung einer staatlichen Genehmigungsgebühr bei Abschluss eines Telefonabonnementvertrags — Nichtanwendung der Gebühr auf Guthabenkarten — Zulässigkeit

Tenor

1.

Der die Richtlinie 2002/77/EG der Kommission vom 16. September 2002 über den Wettbewerb auf den Märkten für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste betreffende Teil der vierten Frage sowie die sechste Frage sind unzulässig.

2.

Die Richtlinie 2002/20/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. März 2002 über die Genehmigung elektronischer Kommunikationsnetze und -dienste (Genehmigungsrichtlinie) und die Richtlinie 2002/21/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. März 2002 über einen gemeinsamen Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste (Rahmenrichtlinie) stehen einer Gebühr wie der staatlichen Genehmigungsgebühr nicht entgegen.


(1)  ABl. C 24 vom 30.1.2010.