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Vergeben04/10/2023
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Heute21/10/2026
Hilfsprogramme
Deutschland-Augsburg: Medizinische Geräte
Roboterassistierte Operationen sind in der modernen Chirurgie nicht mehr wegzudenken. Durch technische Weiterentwicklung von Bauteilen, des Betriebssystems und der digitalen Steuerungsplattform weisen robotergestützte Operationssysteme ein mannigfaltiges Verwendungsspektrum auf. So werden diese heutzutage zunehmend z.B. in den Fachgebieten der Urologie, Allgemeinchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und auch Neurochirurgie verwendet. Die Systeme sind in der Lage, das höchste Maß an Präzision zu erwirken.
Im neu gegründeten Universitätsklinikum Augsburg wird aktuell die Neurochirurgische Klinik umstrukturiert. Aus diesem Prozess entwickelt sich eine enge Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Plastische und Handchirurgie am Universitätsklinikum Augsburg und der Klinik für Neurochirurgie.
Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist es, die Effizienz und Genauigkeit der Platzierung von Schrauben in Wirbelsäule und Becken bei Instrumentierungen zu verbessern. Eine Zunahme an Präzision und Ökonomisierung der Arbeitsschritte führt zu einer Verringerung der intraoperativen Anwendung von Röntgenstrahlen. Diese kommt sowohl dem Patienten als auch dem Operationsteam zugute, da im Rahmen der Schraubenplatzierung auf eine repetitive Durchleuchtung insbesondere bei minimalinvasiven Operationen verzichtet werden kann. Durch den Roboterarm kann die Genauigkeit der Schraubenplatzierung bei bislang navigiert durchgeführten Stabilisierungen an der Wirbelsäule weiter erhöht werden. Die anwenderbezogene Unschärfe, welche durch den Abgleich der lokalen anatomischen Landmarken mit der Realität stattfindet (Referenzierung des 3D-Datensatzes), kann durch ein robotergestütztes System auf ein Minimum reduziert werden. Konnte die Navigation dem Chirurgen bisher zeigen, wohin er eine Schraube platziert, so kann der Roboterarm nun auch die Bohrhülse mit einer Genauigkeit von Bruchteilen von Millimetern führen. Der Vorgang des Bohrens und Schraubens selbst verbleibt jedoch in der Hand des Chirurgen.
Dahingehend wird nun der Antrag auf Genehmigung eines Roboterarms der aktuellen Generation für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit beider Kliniken eingereicht. Das mit dem Roboterarm integriertes Navigationssystem kann ebenfalls separat eingesetzt werden um die enorme Nachfrage beider Abteilungen gerecht zu werden.
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